Handball

HBD-Damen mit „Brio“ ins Halbfinale

Eine Woche, nachdem sich die Käerjenger Damen mit einem deutlichen Heimsieg gegen den HBD als erstes Team für das Meisterschaftshalbfinale qualifizierten, zeigten die Düdelingerinnen am Samstag eine brillante Reaktion und stehen durch einen ungefährdeten Auswärtssieg bei den Red Boys ebenfalls in der Vorschlussrunde.

Valérie Gomes erzielt sechs Tore in der letzten Viertelstunde der ersten Halbzeit beim Fußballspiel

Valérie Gomes erzielte ihre sechs Tore alle in der letzten Viertelstunde der ersten Halbzeit Foto: Editpress/Fernand Konnen

Wer sich ein enges und spannendes Match zwischen den beiden Mannschaften erwartet hatte, wurde enttäuscht. Die Differdingerinnen begannen zwar verheißungsvoll und lagen dank einiger Paraden ihrer Torfrau Charlène Servant und Treffern von Lejla Sinani, Laura Melchior und Rijalda Cilovic nach 5‘ mit 3:1 vorne, doch die Partie entwickelte sich schnell in die andere Richtung. Die Düdelinger Keeperin Emeline Hoe steigerte sich zusehends und tischte eine Parade nach der anderen auf und 5‘ später übernahm das Team von HBD-Coach Mikel Molitor eindeutig das Kommando.

Dea Dautaj, Laura Ciufoli und Sharon Dickes waren im Angriff kaum zu stoppen und in der 13‘ versuchte Red-Boys-Trainer Michel Scheuren beim Stande von 5:8 mit einem Time-Out, seine Mannschaft neu zu motivieren. Doch auch nach dieser Auszeit lief es bei den Gastgeberinnen nicht besser. Im Gegenteil, die Red Boys wirkten total verunsichert, während die Düdelingerinnen unaufhaltsam ihren Vorsprung vergrößerten. Torhüterin Hoe kam im ersten Abschnitt insgesamt auf 14 Paraden, derweil Kreisläuferin Valerie Gomes in der letzten Viertelstunde der ersten Halbzeit sechs Treffer zum klaren und erstaunlichen 23:11-Pausenvorsprung des HBD beisteuerte.

Zur Hälfte der Spielzeit war demnach schon eine Vorentscheidung gefallen. „Ich finde keine richtige Erklärung für die schwache Leistung meiner Mannschaft“, sagte Red-Boys-Coach Scheuren nach dem Spiel. „Vielleicht war der Druck zu hoch und es fehlte das nötige Selbstvertrauen. Wir haben die erste Halbzeit jedenfalls komplett verschlafen und sind nach einem korrekten Start regelrecht in ein Loch gefallen.“ Nach dem Dreh konnten die Differdingerinnen das Match zwar ausgeglichener gestalten, insgesamt verlor die Partie aber an Spielqualität. Im Gefühl des sicheren Sieges kontrollierten die Gäste aus Düdelingen das Geschehen und ließen zu keinem Zeitpunkt Zweifel aufkommen.

20 Paraden von HBD-Torhüterin Emeline Hoe

Der zweite Abschnitt war eigentlich nur noch Formsache, zumal HBD-Torfrau Hoe weiterhin in Topform war. Nach 47‘ wurde sie ausgewechselt und hatte bis dahin 20 Würfe, davon drei Siebenmeter, entschärft. Beste Werferin bei den Gästen war Laura Ciufoli mit zehn Toren. Nach Spielschluss war HBD-Trainer Mikel Molitor verständlicherweise gut gelaunt. „Die Red Boys scheinen sich zu unserem Lieblingsgegner zu entwickeln. Viermal sind wir in dieser Saison gegen sie angetreten, viermal haben wir gewonnen, dass der Sieg diesmal so klar ausfallen würde, damit hatten wir aber nicht gerechnet. Ich will meiner Mannschaft ein großes Lob aussprechen. Vielleicht spielt in solch wichtigen Begegnungen auch die Erfahrung eine große Rolle. Meine Mädels haben unseren Spielplan respektiert und umgesetzt und eine großartige erste Halbzeit gespielt. Vor allem unsere Torhüterin und die Abwehr haben überzeugt.“

Während sich der HBD damit das direkte Halbfinalticket sicherte, müssen die Red-Boys-Frauen den Weg ins Viertelfinale antreten und treffen dort auf Diekirch, derweil Museldall gegen Standard versuchen wird, das Halbfinale zu erreichen. Die Viertelfinalspiele zwischen dem 14. und 21. März werden im „Best of three“-Modus ausgetragen.

Statistik

Red Boys: Servant (1-60‘, 18 P., davon 1 7m), A. Cilovic (bei einem 7m) – Petit De Sousa, Kupke 9/2, Sinani 4, R. Cilovic 3, Oliveira, Cakaj, Avalonne, Teko 1, Li. Melchior, Scheuren 1, Gran, Skenderovic, Gonçalves 1, La. Melchior 4
HBD: Hoe (1-47‘, 20 P., davon 3 7m), Fangueiro (47-60‘, 3 P.), Sequeira – K. Wirtz 1, Ciufoli 10/3, Dickes 6/4, Jominet 1/1, Willems 2, Steffen, Gomes 6, Dautaj 6, Gambini, Krier, J. Wirtz 1, Caruso 2
Schiedsrichter: Janics/Weinquin
Siebenmeter: Red Boys 5/2 – HBD 9/8
Zeitstrafen: Red Boys 6 – HBD 6
Rote Karte: Teko (46‘, dritte Zeitstrafe)
Zwischenstände: 5‘ 3:1, 10‘ 3:5, 15‘ 6:11, 20‘ 8:14, 25‘ 9:19, 35‘ 14:25, 40‘ 15:27, 45‘ 16:28, 50‘ 17:30, 55‘ 20:33
Zuschauer: 195 (offizielle Angabe)

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