Nations League

Grundstein gelegt: Luxemburg gewinnt Hinspiel der Play-offs mit 2:0 auf Malta

Im Hinspiel der Play-offs der Nations League setzte sich die Luxemburger Fußballnationalmannschaft am Donnerstag auf Malta mit 2:0 durch. Vincent Thill netzte sofort nach Wiederanpfiff ein, in der Nachspielzeit packte Olesen noch einen drauf. Der Grundstein für den Klassenerhalt in der Liga C ist damit gelegt, das Rückspiel findet am Dienstag um 18.00 Uhr im Stade de Luxembourg statt.

300 begeisterte Fans verfolgen die „Roten Löwen“ bei einem spannenden Fußballspiel live vor Ort

300 Fans waren den „Roten Löwen“ hinterhergereist Foto: sportspress.lu/Roland Miny

„Von Lasauvage bis op Drauffelt“ schallte es durch das Stadion, als die „Roten Löwen“ ihre weißen Trainingsanzüge ablegten und sich in Richtung Mannschaftskreis aufmachten. Trotz der numerischen Unterzahl auf den Rängen hatten sich die 300 mitgereisten Luxemburger Fans gleich lautstark gemeldet. Das Team bedankte sich mit Applaus. Die Tragweite des Duells war allen bekannt.

Doch erst einmal war VARten angesagt: Aufgrund von Problemen mit der Technik konnte das Duell nicht pünktlich angepfiffen werden. Als es um 18.08 Uhr dann unter stürmischen Bedingungen losging, konnte man sofort feststellen, dass zwar wohl Offensivdrang vorhanden war, aber eben mit Risikoberechnung. Sinani und Dardari wurden bereits nach 120 Sekunden aus dem Abseits zurückgepfiffen, der Malteser Muscat verfehlte das Tor von Moris deutlich. Die bis dahin beste Chance bot sich Dardari nach Balleroberung von Sinani. Fünf Verteidiger liefen dem jungen Stürmer über die Hälfte des Platzes hinterher und nahmen ihm den Ball schließlich im Strafraum ab.

Immer wieder schlichen sich Momente der Unsicherheit ein, da der Wind nur schwer einzuschätzen war. Bei einem FLF-Freistoß bediente Sinani Barreiro, doch dessen Kopfball fand keinen Abnehmer (17.). Malta lief Moris und Co. kaum an, überließ den Gästen das Zepter beim Spielaufbau. Die Ballbesitzanteile der FLF-Spieler lagen meist über 65%. Nach einem Einwurf auf der rechten Seite legte V. Thill im Strafraum für Barreiro auf. Dessen Abschluss flog am Gehäuse vorbei (27.). Direkt im Anschluss erspielte sich Malta eine gute Chance: Moris entschärfte vor Guillaumier.

Eigentlich gehörte der Rest des Durchgangs den Luxemburgern, die den Gegner immer wieder in die eigene Hälfte drückten, aber am Abschluss haderten. Und das wäre in der Nachspielzeit fast schiefgegangen: Binnen Sekunden hatte Malta zwei Chancen – und Luxemburg Glück, dass der Abpraller von Jans den Pfosten traf.

Die Belohnung für den mutigen Auftritt gab es sofort nach Wiederanpfiff. Thill rutschte in eine Flanke von Bohnert rein: So stand es 1:0 in der 47. Fast sieben Jahre musste der Mannheimer auf diesen Treffer für die Nationalelf warten. Dann gab es die weniger gute Nachricht: Zur Spielstunde ging Moris ein erstes Mal zu Boden. Nach einer weiteren Behandlungspause musste er durch Pereira ersetzt werden. Neu auf dem Platz waren auch Videira und S. Thill. Auch Moreira durfte in der Schlussphase noch ran. Und da wurde es noch einmal brandgefährlich, als Buhagiar den Ausgleich vor Augen hatte.

Acht Minuten wurden nachgespielt. Olesen nahm sich dementsprechend Zeit für seine Ecke in der 90. +3. Die Flugbahn war perfekt, der Ball flog direkt in die Maschen. Der Vorsprung für das Rückspiel im ausverkauften Zuhause auf Kockelscheuer ist damit noch ein wenig größer geworden.

Statistik

Malta: Bonello - Muscat (78. Corbolan), Shaw, Pepe, Camenzuli - Guillaumier (87. Zammit), Satariano (78. Buhagiar) - P. Mbong (87. Paiber), Teuma (37. Grech), Chouaref - Cardona
Luxemburg: Moris (68. Pereira) - Jans, Korac, Carlson, Bohnert - Martins (87. Moreira), Olesen, Barreiro - V. Thill (68. S. Thill), Sinani (90. +6 Duarte), Dardari (68. Videira)
Schiedsrichter: Peljto - Ibrisimbegovic, Beljo (alle BIH)
Gelbe Karten: Satariano, Pepe
Torfolge: 0:1 V. Thill (47.), 0:2 Olesen (90. +3)
Zuschauer: 9.467

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