Boxen

Fury feiert gegen Bärenkämpfer schon wieder ein Comeback

Der König der Comebacks ist wieder da: Box-Star Fury kehrt auf die große Bühne zurück. Das hat angeblich auch mit Künstlicher Intelligenz etwas zu tun. Furys Gegner nahm es einst mit einem Bären auf.

Tyson Fury, ehemaliger Boxweltmeister, bereit für Comeback im Boxring, entschlossener Blick, Sportszene

Der frühere Boxweltmeister Tyson Fury (rechts) will es noch einmal wissen Foto: dpa/Frank Augstein

Schon beim Gegenüberstehen setzte der schillernde Schwergewichtsboxer Tyson Fury seine ersten Körpertreffer. Einige Wochen vor dem erneuten Comeback-Kampf kitzelte der Brite seinen Gegner Arslanbek Machmudow am Bauch. Und brachte ihn so zum Lachen. Ein anderes Video des Magazins The Ring zeigte den Witzbold, wie er einen Kuss beim Russen andeutete. Ein typisches Fury-Späßchen, er ist wieder da.

„Ich bin aus einem Grund zurück – und zwar um Boxen wieder groß zu machen“, sagte er zuletzt. Dann berichtete er, dass Künstliche Intelligenz auch seinen Anteil am Comeback hatte. „Seit ich vor über einem Jahr zum fünften Mal in den Ruhestand gegangen bin, ist der Boxsport für mich auf dem absteigenden Ast. Er ist ziemlich langweilig geworden. Der Boxsport entfaltet sein volles Potenzial, wenn Tyson Fury aktiv kämpft“, sagte er und behauptete: „Das habe ich nicht gesagt, sondern eine KI – die klügste KI der Welt. ChatGPT.“

Fury trifft auf Bären-Wrestler

KI hin oder her: Der Comeback-König ist zurück nach seinem verlorenen WM-Rückkampf im Dezember 2024. Der frühere Weltmeister und Wladimir-Klitschko-Bezwinger Fury betritt wieder die große Boxbühne. „Show must go on“, wird er sich möglicherweise gedacht haben. Oder an die nächste hohe Millionen-Gage.

Der „Gypsy King“ liebt Frotzeleien und breitbeinige Sprüche. Und seine Fans lieben das auch. Vor 60.000 erwarteten Zuschauern im Londoner Stadion des Fußballclubs Tottenham Hotspur will der zweimalige Weltmeister der Boxwelt am Samstag (Netflix) mit seinen 37 Jahren zeigen, dass er es noch kann. Und das gegen einen Kontrahenten, der vor anderthalb Jahren mit einem Bären gerangelt hatte, wie Videoaufnahmen belegen.

Ein Freund habe Machmudow gefragt, ob er etwas Verrücktes machen wolle. „Ich sagte: ‚Okay, ich kann nicht nein sagen.‘ Aber ich werde das nie wieder tun. Der Bär hat versucht, mich zu beißen. Und es war gut, dass es nicht dazu gekommen ist“, sagte er dem Guardian.

Gegner lobt Fury

Wie ein Bär kämpfte er zuletzt nicht immer. Der deutsche Schwergewichtsstar Agit Kabayel nahm es mit Machmudow auf. Im Dezember 2023 besiegte der Bochumer den damals ungeschlagenen Profi. In vier nachfolgenden Kämpfen kassierte er eine weitere Pleite. Nun also Fury.

„Dieser Typ ist eine Legende, einer der besten Schwergewichtler aller Zeiten“, lobte der in Kanada beheimatete Machmudow Fury. „Boxen ist zu einem großen Teil eine mentale Angelegenheit, und darin ist er ein Meister“, sagte der 36-Jährige.

Vor einigen Monaten hatte Fury nur ein Jahr nach seinem Rücktritt ein erneutes Comeback im Boxen angekündigt. Fury, der in der Vergangenheit auch mit mentalen Problemen und Drogenkonsum kämpfte, hatte seine Boxhandschuhe schon mehrmals zur Seite gelegt.

Furys Vater John sieht die Rückkehr kritisch und meinte, dass sein Sohn seine besten Zeiten hinter sich habe. „Ich habe dem keine große Beachtung geschenkt, weil ich es nicht so ernst nehme“, sagte Fury auf seinen Vater angesprochen. „Es ist mir egal, ob er da ist. Ich habe zu tun, und wer im Publikum sitzt, ist mir völlig gleichgültig.“

Fury sehnt britisch-britisches Duell herbei

Bislang bestritt er 37 Profi-Kämpfe. Falls es einen 39. geben sollte, hat Fury schon eine klare Vorstellung bezüglich des Gegners. Er sehnt ein britisch-britisches Duell mit dem anderen Ex-Weltmeister Anthony Joshua herbei. Bislang war es aus unterschiedlichen Gründen wie Verletzungen nie dazu gekommen. „Ich will diesen Kampf als Nächstes und ich bin sicher, AJ sieht das genauso“, sagte er. „Lasst mich erst mal den Samstag überstehen, und dann machen wir den Kampf noch vor Jahresende.“

Fury besiegte 2015 Wladimir Klitschko und wurde das erste Mal Weltmeister. Danach folgte eine lange schwarze Episode in seinem Leben und er kämpfte erst drei Jahre später wieder. Auf der Insel trug Fury letztmalig 2022 einen Kampf aus. Zwei Jahre später kassierte Fury seine einzigen beiden Pleiten gegen den aktuellen Dreifach-Weltmeister Oleksandr Usyk aus der Ukraine.

0 Kommentare
Das könnte Sie auch interessieren

Radsport

Baskenland-Rundfahrt: Aranburu siegt, Seixas weiter vorne