Basketball
Esch setzt das nächste Ausrufezeichen
Der Basket Esch hat eine Woche nach dem deutlichen Erfolg bei Meister Ettelbrück ein weiteres Statement gesetzt und auch Tabellenführer Bartringen, dank eines furiosen dritten Viertels, klar geschlagen.
Dino Ceman und Esch konnten nach Ettelbrück auch der Sparta ein Bein stellen Foto: Editpress/Luis Mangorrinha
Der Escher Dino Ceman wähnt sein Team, das keine optimale Hinrunde hatte, nun auf einem sehr guten Weg: „Mit Thomas Grün haben wir sicherlich einen Top-Spieler nicht mehr in den Reihen, aber dennoch weitere sehr erfahrene Akteure, die den Unterschied machen können. Wir müssen an uns glauben und haben die Qualität, ganz vorne mitzuspielen – das haben wir in den beiden letzten Spielen gezeigt.“
Währenddessen zeigt Spitzenreiter Sparta nach der zuvor perfekten Hinrunde nun Schwächen und kassierte inklusive der bitteren Pleite im Pokalhalbfinale vier Niederlagen in sechs Spielen. Yannick Verbeelen konnte sich den Auftritt in Esch nicht erklären:
„Wir müssen das genau analysieren, denn wir hatten schon lange kein so frustrierendes Spiel mehr. Die Niederlage im Pokal war schmerzhaft, aber wir haben besser gespielt als heute. Genauso kann man in Ettelbrück verlieren. Wir hatten in diesem Monat einige schwere Spiele, bedingt durch Ausfälle im Training, und mussten uns ohne komplettes Team in Mamer und gegen Contern durchkämpfen, aber heute gilt dieser Grund nicht mehr“, erklärte die Bartringer Nummer 13.
Dabei fand das nun auch mit Jarvis Williams komplettierte Team gut in die Partie, und der US-Spieler kombinierte sich mit seinen Mitspielern Victor Iwuakor, Yannick Verbeelen und Max Logelin fast schon locker durch die gefürchtete Escher Defensive, während bei den Hausherren noch nichts zusammenlief (2:13, 4‘).
Bei den Gästen klappte in der Folge beileibe nicht alles in der Offensive. Trotzdem konnten sie in einer Phase mit nur zwei Punkten in sieben Minuten sowie 0 von fünf Freiwürfen den Vorsprung halten (23:33, 19‘), bevor die Hausherren noch vor dem Seitenwechsel auf vier Punkte verkürzten und sich trotz bescheidener Offensivleistung beim Gang in die Kabinen noch im Spiel hielten.
Dreierfluch beendet
Die Escher schienen den richtigen Zaubertrank genommen zu haben und nachdem Dino Ceman den Dreierfluch – zuvor 0 aus 11 – beendet hatte, brachte Quinten Nelson Esch erstmals in Führung (36:35, 22.). Kurz darauf leistete sich Victor Iwuakor sein viertes persönliches Foul und schwächte damit die Bartringer Defensive, während die Gastgeber nun nicht mehr zu bremsen waren (44:40, 24.).
Dino Ceman setzte mit dem Ablaufen der 24-Sekunden-Uhr den Dreier aus schwieriger Position und Quinten Nelson, Jordan Hicks sowie Clancy Rugg trafen nun aus allen Lagen, sodass die Moral der Bartringer schnell gebrochen war (58:45, 27.). Ceman sah die geduldige Spielweise belohnt: „Die gute Verteidigung muss die erste Prämisse sein, um Spiele zu gewinnen, da man die Wurfquote nicht immer steuern kann. Wir haben die Scorer-Qualitäten und können uns darauf verlassen, auch wenn das heute erst in der zweiten Halbzeit gekommen ist.“
Yannick Verbeelen frustrierte der Spielverlauf: „Nach dem guten Start und zehn Punkten Vorsprung begann die schlechte Phase im zweiten Viertel. Wir haben falsche Entscheidungen getroffen und mit zunehmender Spieldauer brachte uns die Kombination aus Fehlwürfen und schlechter Kommunikation in der Verteidigung in einen immer größeren Teufelskreis, aus dem wir uns nicht mehr befreien konnten“, erklärte der Bartringer den chancenlosen Auftritt in der Schlussphase.
Statistik
„T“-Bestnote: Dino Ceman (Basket Esch)
Viertel: 15:24, 16:11, 36:17, 25:18
Esch: Nelson 24, Rugg 21, Hicks 14, Ceman 11, Cornu 8, Jesus Frederico 8, Monteiro 4, Thill 2, Mendes 0, De Veiga 0
Bartringen: Iwuakor 20, Williams 18, Logelin 10, Verbeelen 8, Holsten 6, Arendt 3, Hittelet 3, Stein 2, Germaux 0, Tastekin 0, Papanikolaou 0
Schiedsrichter: Dotsenko/Hermann/De Mora
Zuschauer: 190 zahlende