Handball

Der Meister tut sich lange schwer – festigt aber die Tabellenführung

Im Kordall-Duell behielt der amtierende Meister Red Boys am Samstag seine weiße Weste und festigte nach 13 Saisonspielen die Tabellenführung.

Younes Ouzrour und die Red Boys sind in der Meisterschaft weiter ungeschlagen

Younes Ouzrour und die Red Boys sind in der Meisterschaft weiter ungeschlagen Foto: Editpress/Fernand Konnen

Wie schon in der Vorwoche im Pokal gegen Berchem war Käerjeng lange Zeit ebenbürtig und blieb bis in das letzte Spieldrittel am Gegner dran. Der zwischenzeitliche Zwei-Tore-Vorsprung (27:25, 37.) hatte aber wohl für den Weckruf der Red Boys gesorgt, die anschließend mit einem 5:0-Lauf den Schalter umlegten. „Die Red Boys wechseln munter durch, während unser ‚six de base‘ fast durchspielen muss. Hier liegt das Problem“, erklärte HBK-Trainer Ben Schuster das Nachlassen seiner Truppe in der „crunch time“.

Käerjeng suchte in der Partie zunächst früh den offenen Schlagabtausch. Die Tore fielen wie reife Früchte. „Wir haben hinten keinen Zugriff bekommen. Das war der Knackpunkt“, erklärte Marc Breser die vielen Gegentore in der ersten Halbzeit. Das Pokalaus gegen Düdelingen sei nicht mehr in den Köpfen, meinte der Differdinger Coach. In letzter Zeit sei vielmehr die schlechte Balance im Teamgefüge das Problem. „Klappt der Angriff, dann läuft es hinten nicht rund und umgekehrt ebenso. Das müssen wir besser hinkriegen.“

Unter den Impulsen von Tako und Nanque führten die Red Boys zweimal mit vier Einheiten, ließen sich aber bis zum Seitenwechsel einfangen. Es folgte die stärkste HBK-Phase. Karamehmedovic, Ahossi und Darnois netzten nacheinander zum 27:25 ein. Jokic besorgte das 28:27, ehe die Gäste reagierten und fünfmal in Folge trafen zum 28:32-Zwischenstand, den Goedert unbeeindruckt von einem vorherigen Fehlversuch mit einem Trickwurf inklusive Pirouette herstellte. Derselbe Wurf, den man sonst nur im Beachhandball sieht, war nach sieben Minuten am Kopf von Keeper Serasset gelandet und kostete den 22- Jährigen eine Zeitstrafe.

Käerjeng vor entscheidendem Spiel

Die Schlussphase der Partie verwalteten Semedo, Ballet, Rac und Co. mit aller Routine. Mit dem Sieg werden die Red Boys die Qualifikationsrunde der AXA League sicher als Tabellenerster abschließen und damit später in der Titelgruppe an den letzten beiden Spielen Heimrecht haben.

Für Käerjeng geht es am Donnerstag mit dem Nachholspiel in Diekirch weiter, in dem es um den letzten Platz im Titel-Play-off geht. „Wir haben gezeigt, dass wir bereit sind. Es wird aber ein ganz anderes Spiel abends mitten in der Woche. In Diekirch ist es sowieso immer sauer“, befand Schuster mit vorsichtigem Optimismus.

Statistik

Käerjeng: Serasset (1-51‘, 10 Paraden), Dörr. (51-60‘, 3 P.) – Darnois 3/1, Karamehmedovic 8/3, Kouni 5, Philippart 2, Ahossi 5, Jokic 6, Hodzic 1, Veidig 2, Back, Pamart, Di Nicola 1, Ferreira 4, Elcheroth

Red Boys: Felici (1-30‘, 7 P.), Jarrar (30-60‘, 7 P., davon 1 7m), Garcia – Nanque 6, Tako 11/3, Goedert 2, Picco, Ballet 5, Semedo 5, Togno 2, Jean Louis 2, Rac 4 , Guerreiro, Leleux, Ouzrour 5, Bouret

Schiedsrichter: Dilber, Stock

Zeitstrafen: Käerjeng 7 - Red Boys 5

Siebenmeter: Käerjeng 5/4 - Red Boys 5/4

Zwischenstände: 5‘ 4:6, 10‘ 7:8, 15‘ 10:13, 20‘ 14:17, 25‘ 17:18, 30‘ 21:21, 35‘ 25:25, 40‘ 28:30, 45‘ 29:33, 50‘ 31:35, 55‘ 33:38

Zuschauer: 73 (offizielle Angabe)

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