Damen-Volleyball
Entscheidung vertagt: Gym zittert sich ins dritte Finalspiel
Die Entscheidung im Finale der Damen-Meisterschaft ist vertagt. Gym hat am Samstag mit einem 3:2-Sieg gegen Mamer das dritte Spiel in der Best-of-three-Serie erzwungen.
Nadja Schaus und Co. dürfen weiter vom Meistertitel träumen Foto: Editpress/Luis Mangorrinha
Gym war sich bewusst, dass es keine weitere Chance geben würde, sollte auch das zweite Finalspiel verloren gehen. Der Trainer vertraute dabei der gleichen Startformationen wie vor einer Woche, ebenso sein Gegenüber. Die ersten Punkte verliefen auf Augenhöhe, ehe Gym ein erstes Mini-break gelang (9:7). Mamer reagierte nicht konsequent genug, sodass es dem Gegner gelang, den Vorsprung auszubauen. Beim Stand von 10:14 sah sich Mamer-Trainer Ivo Iliev gezwungen, seine erste Auszeit zu nehmen. Zu diesem Zeitpunkt war es vor allem Nadja Schaus, die als treibende Kraft auf Seiten des Gastgebers agierte – Mamer fand kein Mittel, sie zu stoppen.
Beim Stand von 11:17 tauschte Iliev seine Zuspielerin aus: Lindsay Dowd kam für Julie Teso und Alyssa Ballenger kam zum Aufschlag. Der Rückstand verringerte sich kurz, ehe dann Gym wieder den Druck erhöhte. Bei 14:21 nahm Mamer die zweite Auszeit, die jedoch ebenfalls keine nachhaltige Wirkung zeigte. Den ersten von insgesamt acht Satzbällen verwandelte Schaus souverän – Gym ging mit 1:0 in Führung.
Iliev ließ im zweiten Satz Dowd in der Zuspielerposition. Wieder lief das Spiel zunächst auf Augenhöhe. Als Mamer ein Mini-Break gelang, zog Gym-Trainer Fabio Aiuto mit einer Auszeit gleich die Bremse, um ein mögliches Davonziehen zu verhindern. Mit Erfolg: Drei Bälle später ging Gym in Führung. Iliev versuchte seinerseits mit einer Auszeit gegenzusteuern. Doch Gym spielte beherzt weiter und scherte sich wenig um die Spielunterbrechung. Bei 11:15 wurde Ballenger zum Aufschlag eingewechselt und brachte ihr Team wieder auf zwei Punkte heran. Bei Mamer hielt Catherine Amyot als einzige noch mit dem Gegner mit. Beim Stand von 24:20 hatte Gym vier Satzbälle: Den ersten konnte Mamer noch abwehren, doch den zweiten versenkte Lara Picht im gegnerischen Feld. Damit erhöhte Gym auf 2:0 – und Mamer geriet zunehmend unter Zugzwang.
Entscheidung wieder im Tie-Break
Den dritten Satz bestritten die gleichen Formationen. Kein Team wollte am Anfang lockerlassen. Gym erarbeitete sich einen ersten minimalen Vorsprung bei 11:9, der gleich vom Gegner annulliert wurde. Aiuto brachte Ganna Magerova für Kapitänin Cindy Schneider. Das Spiel ging nun munter hin und her, mal führte Gym, mal Mamer, aber niemand vermochte sich abzusetzen. Iliev nahm eine Auszeit, um sein Team vor der Money-Time neu einzuschwören. Es war nun ein Kampf entbrannt, aber guter Volleyball war weit davon entfernt. Es stand wohl zu viel auf dem Spiel. Am Ende hatte Mamer das Glück auf seiner Seite (28:26). Es stand nur noch 1:2 – und Mamer war wieder im Spiel.
So langsam zog die Müdigkeit in beide Mannschaften ein. Das Spiel wurde langsamer, die Bälle weniger hart geschlagen. Aiuto wechselte kurzfristig seine zweite Zuspielerin Laura Ruellan gegen Kylie Schubert ein. Zeitgleich schlich sich Mamer mit 15:10 davon. Gym gab sich aber noch nicht geschlagen, kam nochmal heran, ehe man dann den Satz doch noch abgab.
Auch das zweite Finalspiel der Damen sollte also im Tie-break entschieden werden. Schnell konnten sich die Hausherrinnen einen Vorsprung verschaffen (5:2), worauf Iliev mit einer Auszeit antwortete. Vor einer Woche hatte Mamer sich früh absetzen und den Tie-break dominieren können. Das Gleiche gelang diesmal Picht und Co. Ein 15:10 und 3:2 standen am Ende zu Buche. Damit war Gym den Sprung ins Entscheidungsspiel gelungen.
Am kommenden Samstag um 17.30 Uhr wird dieses in Mamer angepfiffen.
Statistik
Gym - Mamer 3:2 (25:16, 25:21, 26:28, 22:25, 15:10)
Gym: Fraser (15), Schaus (24), Schubert (5), Schneider (3), Diaz (10), Picht (24), Libero: Kauka, Auswechselspielerinnen: Magerova (1), Ruellan
29 Mannschaftsfehler
Mamer: Koos (16), Amyot (18), Cubonova (16), Verardo (11), Teso, Dimitrova (6), Libero: Neu, Auswechselspielerinnen: Ballenger, Sitar (1), Marlène Da Costa
33 Mannschaftsfehler
Im Überblick
Zweites Finalspiel (best-of-three-Serie):
Gym - Mamer 3:2 (25:16, 25:21, 26:28, 22:25, 15:10)
Play-down
Esch - Fentingen 3:0 (28:26, 25:19, 25:19)
Echternach - Bartringen 1:3 (25:18, 19:25, 20:25, 16:25)
Tabelle:
1. Bartringen (19 Spiele/34:33 Sätze/30 Punkte)
2. Esch (19/34:35/28)
3. Echternach (19/16:52/10)
4. Fentingen (19/9:56/3)