Handball
EM-Ausrichtung: Luxemburg meldet doppeltes Interesse für 2034 an
Im April war bekannt geworden, dass der luxemburgische Handball-Verband (FLH) über eine EM-Bewerbung nachdenkt. Nun ist der erste konkrete Schritt gemacht. Die FLH hat offiziell Interesse an der Ausrichtung von gleich zwei Endrunden im Jahr 2034 bekundet.
Die luxemburgische Nationalmannschaft wäre bei einer erfolgreichen Bewerbung automatisch für die EM qualifiziert Foto: Editpress/Gerry Schmit
Gleich zweimal möchte Luxemburg 2034 auf der großen Handball-Bühne Gastgeber sein. Der nationale Handball-Verband (FLH) hat bei der Europäischen Handballföderation (EHF) für das Jahr offiziell Interesse an der Ausrichtung der Europameisterschaften der Männer und Frauen bekundet.
Die Frist für die Interessenbekundung lief am Mittwoch ab. Zwei Tage später veröffentlichte die EHF am Freitag die Liste der Verbände, die sich gemeldet haben.
Bei der Männer-EM, die vom 10. bis 29. Januar 2034 ausgetragen wird, steht Luxemburg gemeinsam mit Österreich, Kroatien, Dänemark, den Niederlanden, Nordmazedonien, Serbien, Slowenien, Schweden und der Türkei auf der Liste.
Für die Frauen-EM, die vom 28. November bis zum 17. Dezember 2034 stattfindet, haben neben Luxemburg auch Dänemark, die Färöer-Inseln, die Niederlande und Schweden ihr Interesse bekundet.
Luxemburg ist neben den Färöer-Inseln dabei die einzige Nation auf dieser Liste, die noch nie eine Europameisterschaft (mit)organisiert hat. „Die EHF ist stolz darauf, dass nicht nur Verbände ihr Interesse bekundet haben, die auf eine lange und traditionsreiche Geschichte als Gastgeber zurückblicken können“, wird EHF-Generalsekretär Martin Hausleitner in einer Mitteilung zitiert.
Das weitere Verfahren
Mit der Interessenbekundung ist ein erster Schritt gemacht. Die elf Verbände, die Interesse an einem oder beiden Turnieren signalisiert haben, haben nun bis zum 1. März 2027 Zeit, eine offizielle Bewerbung einzureichen. Dabei muss ein Turnier nicht zwingend von einem einzelnen Land ausgerichtet werden: Auch gemeinsame Bewerbungen mehrerer interessierter Nationen sind möglich. „Wir haben Interesse, uns als Partner an eine Organisation dranzuhängen“, hatte FLH‑Präsident Dr. Romain Schockmel bereits im April im Tageblatt-Interview gesagt, als bekannt wurde, dass sein Verband über eine Bewerbung nachdenkt.
Nach Ablauf der Frist prüft und bewertet die EHF dann die eingegangenen Bewerbungen. Die Entscheidung über die Vergabe der Europameisterschaften 2034 fällt schließlich am 18. September 2027 im Rahmen des EHF‑Kongresses in Ljubljana (Slowenien). Dort wird verkündet, wer den Zuschlag erhält.
Die luxemburgischen Nationalmannschaften wären bei einer erfolgreichen Bewerbung automatisch für die Gruppenphase der Endrunde qualifiziert.