WM 2026

Diomandé, Paz, Vuskovic, O’Reilly und Maza: Die Jungstars der WM

Lamine Yamal ist zwar erst 18 Jahre alt, trotzdem geht Spaniens Ausnahmespieler schon als einer der Superstars in die WM. Da wollen einige andere Jungspunde erst noch hin. Ein Überblick der größten Talente.

Argentiniens Fußballtalent Nico Paz in Aktion, begeistert Fans mit beeindruckenden Leistungen auf dem Spielfeld

Argentiniens Nico Paz (mitte) begeistert derzeit die Fußballwelt Foto: Getty Images via AFP

Nico Paz (Argentinien)

Selbst Lionel Messi gerät ins Schwärmen, wenn es um den jungen Mittelfeldspieler geht. „Er hat jede Menge Qualität“, so der Anführer der Argentinier, „und ich hoffe, dass er sich weiter verbessert.“ Paz, der jüngst mit Como 1907 unter Cesc Fabregas in die Champions League stürmte, habe „einen klaren Kopf und liest das Spiel perfekt“, fuhr Messi fort. In der laufenden Saison schoss der 21-Jährige stolze zwölf Tore in der Serie A und legte sieben weitere auf. Kein Wunder, dass Real Madrid bereits daran denkt, Paz zurückzukaufen, nachdem er 2024 nach Italien gegangen war.

Nico O’Reilly (England)

Der 21-Jährige ist ein Spieler, wie sie Pep Guardiola liebt. Schnell, torgefährlich und technisch exzellent: O’Reilly sei „unglaublich in der Verteidigung, im Angriff und bei Standardsituationen“, so Manchester Citys bisheriger Coach, der den Hünen von 1,93 Metern mitunter vom Mittelfeldspieler zum Linksverteidiger umfunktionierte. Dort wird ihn Thomas Tuchel wohl auch bei der WM starten lassen. Laut Gary Neville komme er gar „einem Rolls-Royce unter den Fußballern in diesem Alter so nahe wie niemand sonst, den ich je gesehen habe“.

Yan Diomandé (Elfenbeinküste)

Auch 100 Millionen Euro, sagte Oliver Mintzlaff jüngst, wären nicht genug für den Linksaußen von RB Leipzig. Wäre er Geschäftsführer Sport, so der Red-Bull-Boss, würde er den 19-Jährigen diesen Sommer nicht verkaufen, „egal, welcher Preis dort aufgerufen wird“. Dass unter anderem der FC Liverpool, Paris Saint-Germain oder auch der FC Bayern als Interessenten gehandelt werden, liegt daran, dass Diomande die gegnerischen Abwehrreihen in der abgelaufenen Saison nur so schwindelig spielte. Nach zwölf Toren und neun Vorlagen wurde er zum „Rookie of the Year“ der Bundesliga gewählt. Die deutsche Nationalmannschaft wird gewarnt sein, wenn Diomande und seine Ivorer im zweiten Gruppenspiel in Toronto warten.

Luka Vuskovic (Kroatien)

Dass der Kroate erst 19 Jahre alt ist, lässt sich auf den ersten Blick nur schwer glauben. Als unumstrittener Leitwolf führte der Innenverteidiger den Hamburger SV zum Klassenerhalt, nach Ablauf der Leihe geht es nun wieder zurück zu Tottenham Hotspur. „Ich habe bisher nur mit wenigen Spielern zusammenarbeiten dürfen, die so ein Mindset haben“, staunte auch HSV-Trainer Merlin Polzin. Mit 69,1 Prozent gewonnener Duelle war er bester Zweikämpfer der Liga, mit sechs Toren treffsicherster Abwehrspieler. Bei seiner ersten WM soll er nun den alten Haudegen um Luka Modric und Andrej Kramaric den Rücken freihalten.

Ibrahim Maza (Algerien)

Im Dezember hatte Algerien seinen neuen Liebling gefunden. Als „Mazadona“ bezeichnete das Portal DZFoot den Offensivspieler von Bayer Leverkusen gar, nachdem er die Nation beim Afrika-Cup verzaubert hatte. Zwei Treffer und eine Vorlage gelangen dem gebürtigen Berliner allein in der Vorrunde. Zwar war im Viertelfinale Schluss, doch Algerien hatte seinen Hoffnungsträger für die WM. Natürlich hätte der 20-Jährige auch für die deutsche Nationalmannschaft spielen können, deren Nachwuchssystem er durchlief. Aber letztlich entschied er sich auch wegen der Konkurrenz für die Heimat seines Vaters. „Es wäre sehr schwer für mich“, gab Maza zu, „dort zu spielen.“

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