Ustouss 2026/27
Damen-Meisterschaft: Racing und der Rest
Nach einer weiteren Rekordsaison gehen die Champions-League-Teilnehmerinnen des RFCU Lëtzebuerg als große Favoritinnen in die neue Saison, die erst im September beginnen wird. Welche zehn Mannschaften dann in der Ligue 1 antreten, stand bei Redaktionsschluss nicht fest: Klar war nur, dass Junglinster kein Frauenteam bei der FLF gemeldet hatte.
Die Titelsammlerinnen aus der Hauptstadt sind noch nicht satt Foto: Editpress/Luis Mangorrinha
Für die Frauen des RFCU Lëtzebuerg beginnt die Saison traditionell schon ein paar Wochen vor der nationalen Meisterschaft. Der Racing ist Gastgeber der zweiten Champions-League-Runde und bekommt es beim Qualifikationsturnier im Halbfinale mit dem finnischen Meister HJK Helsinki zu tun. Im Sommer wurde der Kader von Trainerin Elodie Martins noch einmal verstärkt: Nationalspielerin Kimberly dos Santos kehrt nach ihrer Auslandsstation zurück in die Hauptstadt. Celine Ernesti kommt vom Konkurrenten Differdingen.
Neu im Aufgebot ist auch Charlie Jorge. Die 17-Jährige drehte Junglinster den Rücken. Das taten noch viele weitere Teamkolleginnen, weshalb der Verein entschied, keine Mannschaft mehr für die Ligue 1 zu melden. Eine traurige Entscheidung, die aufzeigt, wie wacklig die Beine sind, auf denen Projekte manchmal stehen. Ob die FLF die Liga nun aufstocken wird oder eine Neunerrunde gespielt wird, stand noch nicht fest.
Hinter dem Racing dürften Differdingen und Hesperingen wieder Ansprüche auf mehr hegen. Beide Klubs haben auf dem Transfermarkt ordentlich zugeschlagen und sich viel Erfahrung ins Boot geholt. Leticia Mateus, Rafaela Moreira und Jessica Becker wechselten von Junglinster in die Vorstadt. Dort setzt man in Zukunft auch auf Gioia Fiorucci (Käerjeng) und Aldina Dervisevic (Racing). Differdingen angelte sich u.a. Betty Noel für seine Verteidigerreihe. Nicht mehr zur Verfügung steht bekanntlich Rekordnationalstürmerin Amy Thompson, die ihre Karriere im Juni beendete.
Neu in der Ligue 1 sind Kehlen und die Entente Red Black-Red Star. Die beiden Aufsteiger wollen sich erst einmal in der neuen Umgebung etablieren. Wie schwer das ist, spürte Käerjeng in der vergangenen Saison, als er nach einem Kurzauftritt zurück in die Ligue 2 ging. Einen schweren Stand hatten auch die jungen Spielerinnen der Entente WMH, die den Gang in die zweite Liga antreten mussten.