Rallye Dakar
Charles Munster passt die Dakar
Seit 1978 wird die legendäre Rallye Dakar ausgetragen und nach der Millenium-Ausgabe mit zwei Motorradfahrern wagen bei der 48. Ausgabe mit den Brüdern Munster erst zum zweiten Mal Luxemburger dieses motorsportliche Abenteuer. Und der geländebegeisterte Charles scheint seine Spielwiese gefunden zu haben.
Auch wenn Charles Munster mehrmals unverschuldet Zeit verlor, so fährt er eine konstante Dakar und arbeitete sich in den lezten Tagen nach vorne Foto: Simon Bauchau
Die Dakar ist der große Traum vieler abenteuerlustigen Motorsportler, aber um seine Aufgabe musste man Grégoire Munster wirklich nicht beneiden. Kurzfristig übernahm er den rechten Sitz neben seinem langjährigen Mentor Jourdan Serderidis, doch Erfahrung ist der Schlüssel eines guten Navigators: Man kann im Roadbook schneller und besser Gefahrenstellen oder Orientierungsprobleme ausmachen, liest auch die Landschaft besser und fühlt den besten Rhythmus. Die ersten drei Tage meisterte Grégoire Munster seine schwierige Aufgabe mit wenigen kleinen Fehlern, die auch Topteams unterliefen, und als 52. in der Wertung der vierrädrigen Fahrzeuge war das Duo prima unterwegs.
Aber aus seiner abendlichen Meldung konnte man herauslesen, dass nicht alles schön ist: „Ein besonders schwieriger Tag. Neben zwei Plattfüßen, einem Reifen, den wir Krotov gaben, und einer Zeitstrafe wegen zu hoher Geschwindigkeit (z.B. in der Nähe von Siedlungen gibt es Begrenzungen) mussten wir 90 Prozent der Etappe im Staub langsamerer Teilnehmer fahren.“ Wohl eine schwierige Geduldsprobe für jemanden, der die letzten beiden Jahre als WRC-Werksfahrer ständig hart am Limit fuhr. Er schloss mit: „Ein physisch und mental schwieriger Tag, aber das Essentielle ist: Wir sind weiter im Rennen.“