Champions League

36 Teams, ein Ziel: der Henkelpott

Am Donnerstag (18.00 Uhr) wird im Grimaldi-Forum von Monaco die Vorrunde der Champions League im Fußball ausgelost. 36 Mannschaften, eine Tabelle, acht Gegner – und ein komplizierter Weg ins Finale: Die Champions League startet in ihre 35. Saison. Wer ist dabei, wie funktioniert der neue Modus, welche Teams sind favorisiert und was hat die Königsklasse mit Luxemburg zu tun? Die wichtigsten Fragen und Antworten vor der Auslosung.

Paris Saint-Germain will seinen Titel zum zweiten Mal verteidigen

Paris Saint-Germain will seinen Titel zum zweiten Mal verteidigen Foto: AFP

Wann geht’s los?

Eigentlich ging die 35. Saison der Champions League bereits am 7. Juli unter anderem auf den Färöern und auf Malta mit den ersten Qualifikationsspielen los. Die letzten Qualifikanten unter den 36 Klubs stehen erst Mittwochabend fest – keine 20 Stunden vor der Auslosung. Der erste Spieltag der Ligaphase beginnt am 8. September, die Vorrunde wird am 27. Januar 2027 abgeschlossen. Das Finale findet am 5. Juni 2027 in Madrid statt.

Wie ist der Modus?

Seit der Saison 2024/25 ist die Zeit der traditionellen Vierergruppen vorbei, die 36 Teams werden zum dritten Mal in einer einzigen Tabelle geführt. Unumstritten ist der Modus weiterhin nicht, Kritiker wenden Unübersichtlichkeit und mangelnde Vergleichbarkeit ein. Jeder Mannschaft werden in einem elektronischen Verfahren acht verschiedene Gegner zugelost. Aus jedem von vier Neunertöpfen erhält jeder Teilnehmer je zwei Gegner für Heim- wie Auswärtsspiele.

Gibt es im Losverfahren Einschränkungen?

Zwei entscheidende: Zum einen können Mannschaften aus dem gleichen Land nicht in der Ligaphase aufeinandertreffen – erst mit Beginn der K.-o.-Runden kann beispielsweise Bayern München gegen Borussia Dortmund spielen. Zudem darf jede Mannschaft höchstens auf zwei Vereine treffen, die aus demselben Land stammen.

Wie geht es am Ende der Ligaphase weiter?

Die besten acht Mannschaften qualifizieren sich direkt fürs Achtelfinale. Die Teams auf den Plätzen 9 bis 24 spielen Playoff-Duelle um die anderen acht Achtelfinalplätze. Die Mannschaften ab Platz 25 sind ausgeschieden. Ab dem Achtelfinale wird bis zum Endspiel im K.o.-System gespielt – mit Ausnahme des Finals in Hin- und Rückspiel.

Wer schickt wie viele Vertreter?

Die englische Premier League ist diesmal mit „nur“ fünf statt wie im Vorjahr sechs Klubs dabei. Aston Villa gewann zwar wie zuvor Tottenham Hotspur die Europa League, lag aber dabei auch in der Liga unter den besten fünf – anders als die Spurs damals. Ebenfalls ein Quintett schickt Spaniens La Liga ins Rennen, Italien ist wie Deutschland mit vier Teams am Start.

Wer ist neu dabei?

Vor dem Abschluss der Qualifikationsspiele nur ein italienischer Klub: Como 07 spielte – abgesehen vom halboffiziellen Mitropacup 1980/81 – noch nie im Europapokal und darf nun gleich in der Königsklasse ran. Das aufstrebende Team aus der Lombardei wird von Cesc Fabregas trainiert.

Gibt es einen Draht nach Luxemburg?

Dino Toppmöller, Ex-Trainer von RM Hamm Benfica und F91 Düdelingen, ist mit Frankreichs Vizemeister RC Lens dabei. Die Mannschaft aus dem Norden nimmt erstmals seit 1998/99 wieder an der Champions League teil. Kein FLF-Auswahlspieler hat es diesmal in die Champions League geschafft.

Wer ist favorisiert?

Seit Einführung der Champions League zur Saison 1992/93 schaffte nur Real Madrid (2016 bis 2018) den „Threepeat“. Nun könnte PSG den dritten Titel in Serie holen, Frankreichs Meister hat nichts an Qualität verloren. Barcelona, seit 2015 ohne Königsklassen-Triumph, und Rekordchampion Real Madrid gehören stets zum Favoritenkreis, ebenso Englands Topteams FC Arsenal, Manchester City und FC Liverpool – neben den Münchner Bayern natürlich.

0 Kommentare
Das könnte Sie auch interessieren

Zuschauerzahlen in der BGL Ligue

Bissen-Effekt und neue Spannung: Der Trend zeigt (aktuell) nach oben

Eine „Rote-Löwen“-Abwehr in Georgien

Enes Mahmutovic wechselt zu Dinamo Batumi