Zuschauerzahlen in der BGL Ligue

Bissen-Effekt und neue Spannung: Der Trend zeigt (aktuell) nach oben

Oft und gerne wird über den Zuschauerschwund in der BGL Ligue diskutiert. Aktuell gibt es jedoch einen erstaunlichen Trend. An den ersten vier Spieltagen kamen 4.000 Zuschauer mehr in die Stadien als noch im vergangenen Sommer. Woran liegt das und kann dieses Interesse gehalten werden?

Setzt sich der Trend auch im Winter fort?

Setzt sich der Trend auch im Winter fort? Foto: Editpress/Fernand Konnen

Der Bissen-Effekt: Ein Aufsteiger, der direkt Meister wird, ist mehr als außergewöhnlich. Im Ausland schrieben der 1. FC Kaiserslautern (1998) und Nottingham Forest (1978) auf diese Weise Geschichte und generierten massenweise Schlagzeilen. Underdog-Geschichten sprechen Menschen an – auch in Luxemburg. Sogar Menschen, die normalerweise wenig mit Fußball am Hut haben. Hinzu kam noch, dass das Titelrennen in der vergangenen Saison bis zum Schluss spannend war und nicht wie in den vergangenen Jahren vorzeitig entschieden wurde. Diese Spannung lockte wieder mehr Menschen ins Stadion. Nicht zu unterschätzen ist der regionale Charakter des sogenannten Bissen-Effekts. Der FC Atert liegt am Rande des Öslings und im Norden des Zentrums, in einer Region, in der es noch nie einen Meister gab.

Sportliche Unberechenbarkeit: Differdingen ist in dieser Saison nicht mehr der alleinige Meisterschaftsfavorit. Strassen, Mondorf und Bissen haben allesamt Chancen, im Kampf um den Meistertitel mitzuspielen. Eine solche Konstellation gab es schon lange nicht mehr. In den vergangenen Jahren war der Favorit entweder von vornherein klar oder es gab ein Duell zwischen zwei Mannschaften. In dieser Saison scheint alles offener zu sein. Die Unberechenbarkeit erzeugt Spannung und macht es für den Zuschauer attraktiver, ein Spiel anzuschauen.

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