Zwei angemeldete Demos – friedlicher Protest gegen Corona-Maßnahmen in Luxemburg
Bei zwei angemeldeten Demonstrationen haben hunderte Demonstranten am Samstagnachmittag in Luxemburg-Stadt wieder gegen die Covid-Politik der Regierung demonstriert. Offiziell waren zwei Veranstaltungen angemeldet worden: die „Saturday for Liberty“ sowie die Demo eines „Bürgerkollektivs gegen die sanitären Maßnahmen“. Nach wochenlangen unangemeldeten Protesten hatte das Kollektiv nach der Premiere am vergangenen Wochenende heute zum zweiten Mal eine Veranstaltung angemeldet. Somit hatte die Polizei auch hier einen verantwortlichen Ansprechpartner.
Die Polizei meldet am Abend, sie sei „mit einem großen Aufgebot“ präsent gewesen, um einerseits die beiden offiziell genehmigten Demonstrationen zu begleiten und andererseits bei nicht genehmigten Versammlungen oder Störungen der öffentlichen Ordnung einschreiten zu können.
„Während des Umzugs war der Boulevard Robert Schumann zeitweise blockiert und der Straßenbahnverkehr wurde für etwa 10 Minuten unterbrochen“, heißt es in einer Mitteilung.
Weitere, nicht genehmigte Versammlungen hatten sich nicht gebildet. (fgg)
Während sich die rund 50 Teilnehmer der „Saturday for Liberty“ vorrangig am Glacis aufhielten, zogen rund 200 Demonstranten über die rote Brücke zur Philharmonie. Die Polizei hatte rund 150 Teilnehmer gezählt.
Dabei forderten die Protestler lautstark „Liberté, Liberté!“, „Wir wollen keinen sanitären Pass“ und „Finger weg von unseren Kindern!“. Die Brücke musste eine Zeit lang gesperrt werden. Demonstranten versuchten auch, die Tram zeitweise zu blockieren. Teilnehmer der „Saturday for Liberty“ haben gleichzeitig die Einfahrt zur Brücke zugesetzt.
Wie am vergangenen Wochenende sind auch am Samstagnachmittag nur wenige hundert Demonstranten zu den zwei Veranstaltungen erschienen. Die geringe Zahl sei vor allem auf die aktuelle Infektionswelle zurückzuführen. Aus den Reihen der Organisatoren war zu vernehmen, dass sich derzeit viele Sympathisanten der Bewegung in Quarantäne befinden.
Ähnliche Proteste hatten in den letzten Monaten immer wieder für Schlagzeilen gesorgt, weil sie nicht angemeldet wurden und regelmäßig aus dem Ruder gelaufen sind. Ersten Erkenntnissen zufolge sind die Proteste am Samstagnachmittag aber soweit friedlich verlaufen.
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