Kopf des Tages
Zum Tod von Armand Drews: Gewerkschafter, Humanist, Mensch
Noch vor zwei Wochen sprachen wir miteinander über die Kooperationsprojekte des OGBL, besonders jenes in Bolivien, und die Probleme, die sich durch das Coronavirus vor Ort stellten. Er hatte bereits als Präsident des „Cercle de coopération des ONG“ die Weichen gestellt, um eine situationsbedingte Verlängerung der Hilfsprojekte beim Ministerium zu erwirken, und war guter Dinge, dass dies gelingen würde. Am Freitag nun verstarb Armand Drews unerwartet und viel zu jung.
Armand Drews vor wenigen Jahren in Ghana, wo die NGO des OGBL ein Projekt der sozialen Absicherung für die Ärmsten durchführte Foto: Robert Schneider
Mit 63 Jahren erlitt er zu Hause einen anaphylaktischen Schock. Noch auf dem Weg ins Krankenhaus blieb sein Herz stehen; er sollte die allergische Reaktion nicht überleben. Armand Drews, der sich selten schonte, jederzeit hilfsbereit anpackte, sich auch klein erscheinender Probleme von jenen annahm, die ihn um einen Gefallen baten, und einmal gegebene Versprechen konsequent einhielt, war ein Mann der Überzeugung. Überzeugt war er von der Bedeutung fortschrittlicher Ideen, für die er sich innerhalb der LSAP einsetzte, einer Partei, in der er 38 Jahre lang Mitglied war, und sich nach einer Zeit im Gemeinderat von Biwer besonders kommunalpolitisch in der Hauptstadt engagierte.