Asyl

Zahl der Anträge in Luxemburg geht 2025 weiter zurück

Luxemburg hat 2025 weniger Asylanträge gezählt als im Vorjahr. Eritrea und Syrien bleiben die häufigsten Herkunftsländer. Beim temporären Schutz dominieren Verlängerungen.

Foyer Don Bosco auf dem Limpertsberg mit moderner Architektur und hellem Eingangsbereich

Blick auf das Foyer Don Bosco auf Limpertsberg Foto: Editpress-Archiv/Fabrizio Pizzolante

Die Zahl der Asylanträge in Luxemburg ist 2025 gesunken. Laut den Erhebungen der „Direction générale de l’immigration“ haben im vergangenen Jahr 1.768 Menschen einen Antrag auf internationalen Schutz gestellt, das sind 252 weniger als 2024. Besonders deutlich zeigt sich der Rückgang im Dezember, wo sich die Zahl der Schutzsuchenden mehr als halbiert hat: 119 Anträge gegenüber 250 im Dezember 2024.

Bei den Herkunftsländern liegen weiterhin Eritrea (338 Anträge) und Syrien (200 Anträge) an der Spitze. Seit der Staatsgründung Eritreas herrscht dort der Diktator Isayas Afewerki, Wahlen gab es seit 1993 keine. Das Land wird oft als das „Nordkorea Afrikas“ bezeichnet. In Syrien wütet seit 2013 ein Bürgerkrieg. Vergangenes Jahr haben ehemalige Al-Qaida-Kämpfer den Diktator Assad verjagt und die Macht übernommen.

In den luxemburgischen Asylverfahren wurden 2025 insgesamt 2.016 Entscheidungen getroffen. 625-mal wurde der Flüchtlingsstatus zuerkannt. Ein großer Teil der Entscheidungen hängt weiterhin mit dem Dublin-System zusammen. Auffällig ist außerdem, dass subsidiärer Schutz 2025 nur noch eine sehr geringe Rolle spielt (13 Fälle) – im Vergleich zu 2024 ein massiver Rückgang.

Beim temporären Schutz, der vor allem Menschen aus der Ukraine betrifft, gab es 2025 insgesamt 1.064 Anträge. Die große Mehrheit kam aus der Ukraine (980). In der Entscheidungspraxis dominieren Verlängerungen deutlich: Von 4.527 Entscheidungen entfielen 3.474 auf Verlängerungen, die sich stark im März bündeln. Diese Bündelung erklärt sich dadurch, dass im März der Schutzstatus all jener Menschen erneuert wird, die vor Putins Angriffskrieg aus der Ukraine flohen. Der Krieg begann am 24. Februar 2022.

Der Unterschied zwischen temporär Schutzsuchenden (DPT) und internationalen Schutzsuchenden (DPI) ist in erster Linie das Arbeitsrecht: Erstere dürfen in Luxemburg einer regulären Arbeit nachgehen, zweitere nicht.

1 Kommentare
Manfred Reinertz Barriera 23.01.202618:03 Uhr

Wir haben eben keine unbeschränkten Unterkunftsplätze in Luxemburg und können auch nicht das ganze Elend der Welt hier aufnehmen...

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