Viele Rechte, wenig Durchblick

Woran es beim Verbraucherschutz in Luxemburg mangelt

Viele Konsumenten in Luxemburg wissen, dass sie Rechte haben, aber nicht genau welche. Eine neue Umfrage zeigt, wo die Wissenslücken liegen und warum guter Verbraucherschutz mehr braucht als Gesetze allein.

Verbraucher informieren sich über ihre Rechte – neue Kampagne zur Verbraucheraufklärung und Rechtssicherheit

Rund 72 Prozent der Verbraucher kennen offenbar einen wesentlichen Teil ihrer Rechte nicht. Die neue Kampagne will Abhilfe schaffen. Foto: Editpress/Julien Garroy

Ohnmacht. Wer schon einmal auf eine verspätete Lieferung gewartet, sich über einen annullierten Flug geärgert oder mit einem defekten Haushaltsgerät herumgeschlagen hat, der kennt das Gefühl. Genau hier greifen Verbraucherrechte und genau hier zeigt sich, wie entscheidend es ist, sie zu kennen. Eine aktuelle Umfrage der Direktion für Verbraucherschutz, die am Mittwoch von Ministerin Martine Hansen vorgestellt wurde, macht deutlich: In Luxemburg sind viele rechtlichen Instrumente vorhanden, sie werden jedoch längst nicht immer genutzt.

Die gemeinsam mit Euroconsumers durchgeführte Erhebung zeichnet ein differenziertes Bild. Zwar führen die meisten Beschwerden, die tatsächlich eingereicht werden, zu einer zufriedenstellenden Lösung. Dennoch bleibt die allgemeine Zufriedenheit gering. Der Grund liegt weniger im fehlenden Recht als im fehlenden Wissen darüber.

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