Zum 1. Mai
„Wir fordern jetzt eine Tripartite“ – OGBL-Präsidentin Back im Gespräch
Seit Dezember vergangenen Jahres ist Nora Back Präsidentin des OGBL und durfte sich seitdem quasi ununterbrochen als Krisenmanagarin beweisen. Dass der 1. Mai Corona-bedingt exklusiv digital über die Bühne gehen wird, stimmt sie traurig: „Ein 1. Mai ohne politische Aussagen ist eigentlich unvorstellbar“, so Back, die darauf verweist, dass auch die „politische Vorfeier“, die der OGBL traditionell dazu nutzt, Forderungen zu stellen, in diesem Jahr ausfallen musste.
Nora Back während ihrer Antrittsrede als neue OGBL-Präsidentin. Damals, im Dezember 2019, war Corona in Luxemburg noch kein Thema, heute verhindert das Virus die gewohnten 1. Mai-Feiern. Foto: Tageblatt-Archiv
Nach 2019, als die Staatstrauer um Grand-Duc Jean den Gewerkschaften einen Strich durch die Rechnung machte, ist es demnach das zweite Jahr in Folge ohne Fest der Arbeit und der Kulturen in Neumünster. Als wenig zufriedenstellende Alternative muss ein digitaler 1. Mai herhalten, bei dem Nora Back eine videobedingt kürzere Rede halten wird und das Rahmenprogramm ebenfalls rein elektronisch am PC oder Smartphone verfolgt werden kann.