Dunkelziffer

Wieso man die erste Coronawelle in Luxemburg nicht mit der zweiten vergleichen kann

Die Coronakrise in Luxemburg zeichnet sich auch durch jede Menge Zahlen und Statistiken aus, die jeden Tag aufs Neue veröffentlicht werden. Leicht verliert man da den Überblick. Doch wieso kann man die erste Welle nicht mit der zweiten vergleichen? Wie hoch liegt die Dunkelziffer der Infizierten? Und wie viele positive Fälle werden tatsächlich beim Large Scale Testing entdeckt? Das Tageblatt hat sich mit den vom Gesundheitsministerium veröffentlichten Zahlen auseinandergesetzt. 

„Testen, testen, testen“ heißt in Luxemburg die Strategie. Doch die ganzen Zahlen und Statistiken, die dabei herauskommen, müssen mit Vorsicht interpretiert werden.  

„Testen, testen, testen“ heißt in Luxemburg die Strategie. Doch die ganzen Zahlen und Statistiken, die dabei herauskommen, müssen mit Vorsicht interpretiert werden.   Foto: Harald Tittel/dpa

Die luxemburgische Regierung bemüht sich – nach eigenen Aussagen – in der Coronakrise mit offenen Karten zu spielen. Man wolle alle nötigen Informationen öffentlich bereitstellen. Seit Mitte März veröffentlicht das Gesundheitsministerium die Zahl der Neuinfektionen. Die Anzeige der täglichen Zahlen wird immer wieder neu angepasst: Die Zahl der Toten kommt hinzu, als mehr Menschen am Virus sterben, dann der RT-Wert, als dieser richtungsweisend bei der Wiedereröffnung des Landes wird. Seit Ende Juli gibt es nun einen täglichen Bericht, der auf der Webseite des Gesundheitsministeriums heruntergeladen werden kann, und jeden Mittwoch erscheint eine wöchentliche Aufschlüsselung der Daten. 

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