Nach Vetragskündigung
Krisengespräch zu Ekabe: Lösungen für 68 Milchbauern noch nicht in Sicht
Lactalis will ab April 2027 keine Luxemburger Milch mehr abnehmen. Was das für die 68 Milchbetriebe der Kooperative Prolek bedeutet, weiß nach dem Krisengespräch mit der Ministerin noch niemand genau. Aber die Zeit drängt.
Mehr als ein Dutzend Bauern hatten sich zur Krisensitzung im Agrarministerium eingefunden Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Ratlosigkeit. Das war das vorherrschende Gefühl, das sich auf dem Platz vor dem Agrarministerium am Montagnachmittag ausbreitete, als Landwirtschaftsministerin Hansen (CSV) und über ein Dutzend Luxemburger Milchbauern nach anderthalb Stunden Krisengespräch ans Sonnenlicht traten. Die Ratlosigkeit stand den kräftigen Männern ins Gesicht geschrieben, sie lag in ihren ernsten Blicken und sie spiegelte sich auch in den Antworten, die die Ministerin auf die Frage der Presse gab. „Wir müssen den Spielraum, den wir haben, jetzt erst einmal analysieren“, hieß es, und „wir müssen ein Brainstorming machen, was wir jetzt tun können.“
An Solidaritätsbekundungen hatte es in den vergangenen Tagen nicht gemangelt, sowohl vonseiten der Bauern als auch von den Verbrauchern und auch von der genossenschaftlichen Konkurrenz. Der nationale Platzhirsch Luxlait hatte seine Hilfe angeboten – und gleichzeitig angemerkt, dass die Quantitäten neue Investitionen erfordern würden.