Stoizismus
Wie ein römischer Kaiser mit der Pandemie umging – und was wir von ihm lernen können
Einer der bekanntesten Stoiker der Geschichte ist der römische Kaiser Marcus Aurelius Antoninus Augustus (121 bis 180 n. Chr.). Er erlebte Krieg, den Tod mehrerer Kinder und eine schlimme Pandemie, die heute seinen Namen trägt: die Antoninische Pest. Das Tageblatt hat sich mit dem Autor Donald Robertson darüber unterhalten, welche Parallelen es zwischen unserer Corona-Pandemie und der Antoninischen Pest gibt und wie Stoizismus dazu beitragen kann, alles erträglicher zu machen.
Gelassen: Der Kaiser Marcus Aurelius nutzte ein Tagebuch als Bewältigungsstrategie (Büste aus der Sammlung der Glyptothek in München) Quelle: Wikipedia
Das vorliegende Gespräch wurde bereits im Februar geführt. Ziel war es ursprünglich, eine neue Sicht auf die immer noch andauernde Pandemie zu gewinnen. Es lag dann einige Zeit auf einer Festplatte und reifte, bis schlussendlich der Krieg in der Ukraine ausgebrochen ist. Nach anfänglichem Zögern habe ich mich schließlich entschieden, das Gespräch doch niederzuschreiben. Zum einen, weil es die Pandemie ja immer noch gibt, und zum anderen, weil es auch darum geht, wie wir mit Krisen besser umgehen können.