Energiekrise
Wie der Tankrabatt eingeführt wurde – und was er Autofahrern schließlich gebracht hat
Viele von Luxemburgs Einwohnern und Grenzgänger werden der nächsten Ankündigung der „Maximalpreise für Erdölprodukte“ des Energieministeriums nicht mit großer Vorfreude entgegenfiebern. Denn der vom Staat seit April mit ursprünglich 75 Millionen Euro subventionierte Tankrabatt läuft am Mittwoch aus – mit der zu erwartenden Preissteigerung an der Zapfsäule. Rückblick auf eine politisch und wirtschaftlich umstrittene Maßnahme.
Illustration: Tageblatt/Lavinia Breuskin, Grafikquellen: freepik
Überfüllte Tankstellen, ellenlange Staus – droht Luxemburgs Straßen am Mittwochabend ein ähnliches Chaos wie Anfang März, als etliche Autofahrer ihren Tank vor der 38-Cent-Preiserhöhung beim Diesel auffüllen wollten? Der Tankrabatt ist am 13. April in Kraft getreten, Ende Juli für einen weiteren Monat verlängert worden – und läuft am Mittwochabend endgültig aus. Das hat ein Sprecher des Finanzministeriums gegenüber dem Tageblatt noch einmal bestätigt: „Das hat der Regierungsrat ja so entschieden.“ Der Preisschock dürfte jedoch etwas geringer ausfallen als noch Anfang März: Die Subvention des Staates hat durch einen entsprechenden Nachlass auf den Akzisen bei allen Spritsorten 7,5 Cent pro Liter betragen.