Hitzewelle

Warum manche Medikamente jetzt gefährlich werden können

Wenn die Temperaturen steigen, denken die meisten an Sonnencreme und ausreichend Wasser. Doch eine oft unterschätzte Gefahr lauert im Medizinschrank. Das Gesundheitsministerium warnt: Bestimmte Arzneimittel vertragen sich nicht mit extremer Hitze.

Illustration einer Reiseapotheke mit verschiedenen Medikamenten und Utensilien zur Vorbereitung auf Reisen

Foto: Editpress-Archiv/Isabella Finzi

Bei extremer Sommerhitze ist es besonders wichtig, viel zu trinken und sich vor der Sonne zu schützen. Ein oft übersehenes Risiko betrifft jedoch bestimmte Medikamente, deren Wirkung sich durch hohe Temperaturen verändern kann.

Risiko in Kombination mit der Hitze

Einige Arzneimittel können den Flüssigkeitsverlust des Körpers beschleunigen, die körpereigene Temperaturregulation stören oder bei Hitze schlicht schlechter vertragen werden, schreibt das Gesundheitsministerium in einer Pressemitteilung am Mittwoch. Gefährdet seien hierbei vor allem ältere Menschen, chronisch Kranke sowie Personen, die mehrere Medikamente gleichzeitig einnehmen müssen.

Darüber hinaus können manche Präparate – wie bestimmte Antibiotika, Entzündungshemmer oder Antidepressiva – die Haut empfindlicher für Sonnenlicht machen und dadurch schwere Hautreaktionen auslösen, heißt es weiter.

Die Gesundheitsbehörde betont daher ausdrücklich, dass verordnete Behandlungen niemals eigenmächtig verändert oder abgebrochen werden dürfen. Auch von der Selbstmedikation in Hitzeperioden rät das Ministerium dringend ab. Bei Unsicherheiten sollte immer ein Arzt oder Apotheker um Rat gefragt werden. Zudem sei auf die richtige Lagerung der Medikamente zu achten, da extreme Wärme deren Qualität und Wirksamkeit beeinträchtigen kann.

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