Tag der Arbeit
Videobotschaft von OGBL-Präsidentin Nora Back: „Wat fir een 1. Mee …“
Mit einem Schuss Dramaturgie präsentiert sich OGBL-Präsidentin Nora Back den Gewerkschaftsmitgliedern zum Tag der Arbeit – notgedrungen auf digitalen Kanälen: Aus ihrem Büro kommend schreitet sie durch die schier endlos wirkenden Gänge der Escher „Maison du peuple“, ehe sie ans Rednerpult im großen Saal tritt. Der Saal ist leer, die Rede ist videobedingt kürzer, der Applaus fehlt.
Auch Nora Back muss zum 1. Mai 2020 vor einem Publikum sprechen, das nur indirekt anwesend ist Foto: YouTube-Screenshot
„Wat fir een 1. Mee“, beginnt die Frau, die seit Dezember 2019 der größten Gewerkschaft des Landes vorsteht, ihre Ansprache. Zum zweiten Jahr in Folge fällt das populäre Fest der Arbeit und der Kulturen aus; im Vorjahr wegen Staatstrauer, jetzt wegen Corona. Einer Hommage an Personaldelegierte, an alle, die in Gesundheits- und Pflegeberufen arbeiten und alle anderen, deren Arbeit die Gesellschaft am Laufen hält, folgt der politische Teil der Ansprache. Im Rahmen des von der Regierung ausgerufenen Notstands seien allein 29 Ausnahmeregelungen zum Arbeitsrecht und 41 großherzogliche Reglemente beschlossen worden.