Dürre
Verschwendung à la luxembourgeoise: Großherzoglicher Hof soll französische Wasservorräte vergeuden
Medienberichten zufolge soll der großherzogliche Hof auf einem Anwesen in Frankreich trotz Trockenperiode Wasser vergeuden. Die großherzogliche Familie reagiert auf die Vorwürfe.
Der großherzogliche Hof sei nicht verantwortlich, hat er mitgeteilt Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Der Süden Frankreichs leidet weiterhin unter der anhaltenden Trockenheit. Die Bewohner der betroffenen Gemeinden werden dazu aufgefordert, sparsam mit dem Wasser umzugehen. Die französische Zeitung Libération berichtet allerdings von einigen schwarzen Schafen in der Gemeinde Châteauneuf-Grasse. Dort sollen einige „VIPs“ die Restriktionen einfach ignorieren und hemmungslos ihre Rasen bewässern, Autos waschen und ihre Swimmingpools befüllen. Die Verschwender seien „Premierminister, Könige, Minister und ehemalige Ratsvorsitzende. Vor allem Ausländer“, schreibt die Zeitung. Einer davon soll angeblich Italiens ehemaliger Premierminister Silvio Berlusconi sein. Doch auch der großherzogliche Hof wird des nachlässigen Wasserverbrauchs beschuldigt, schreibt RTL.
Der Hof reagierte am Donnerstagnachmittag per Pressemitteilung auf die Vorwürfe und ließ diese nicht auf sich sitzen. Zwar hätte die großherzogliche Familie einst in der Gemeinde Châteauneuf-Grasse eine Immobilie besessen, diese sei allerdings ab 2020 vermietet und 2022 schließlich verkauft worden. „Sie [die großherzogliche Familie] trägt also keine Verantwortung für den angeprangerten Überkonsum“, so das Schreiben.
Der monatliche Wasserverbrauch ihres Anwesens in Cabasson belaufe sich während der Sommermonate auf 52 m3, heißt es weiter. Demnach würde stets darauf geachtet, dass die Dürre-Regelungen eingehalten werden.