EU-Politik
Umweltschutzorganisationen kritisieren Luxemburgs Kurs bei EU-Entwaldungsverordnung
Greenpeace Luxemburg und natur&ëmwelt fordern Luxemburgs Regierung auf, die EU-Verordnung gegen Entwaldung ohne Abstriche umzusetzen. Eine Abschwächung gefährde nicht nur die Umwelt, sondern auch die Glaubwürdigkeit der Europäischen Union. Umweltminister Wilmes spricht sich derweil für eine Abschwächung aus.
Holzstämme werden in einem Sägewerk gestapelt, das von kürzlich verkohlten und abgeholzten Feldern umgeben ist Symbolfoto: Andre Penner/AP/dpa
Die Europäische Union hat im Jahr 2023 die „EU Deforestation Regulation“ (EUDR) verabschiedet: eine Verordnung über entwaldungsfreie Produkte – und ein Schritt im Kampf gegen globale Waldzerstörung. Wie es auf der Website der Europäischen Kommission heißt, soll die EUDR die Ein- und Ausfuhr von Rohstoffen wie Rindfleisch, Holz, Kakao, Soja, Palmöl, Kaffee und Gummi – sowie daraus hergestellten Produkten – nur dann zulassen, wenn sie nachweislich nicht mit Entwaldung oder Waldschädigung in Verbindung stehen. Die EU sei als „bedeutende Volkswirtschaft und Verbraucherin dieser Rohstoffe“ mitverantwortlich für das Problem und wolle daher eine Vorreiterrolle bei der Lösung übernehmen. Das Gesetz soll Ende 2025 in Kraft treten.