Rentendebatte

Über die falsche Angst vor Überalterung und was sie für die Rente bedeutet

Viele Alte, wenig Junge. Luxemburg geht es wie allen anderen Ländern Europas. Ein demografischer Wandel, der die Stabilität des Rentensystems zu bedrohen scheint. Ein Mythos, sagt der Statistiker Prof. Dr. Bosbach.

Größere Bevölkerung, mehr Erwerbstätige: Wie kann die Demografie da zum Rentenproblem werden?

Größere Bevölkerung, mehr Erwerbstätige: Wie kann die Demografie da zum Rentenproblem werden? Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Das Gespenst, das in Europa umgeht, ist – anders als zu Zeiten Karl Marx’ – längst nicht mehr der Kommunismus, sondern die Überalterung. Fast alle Länder Europas und des sogenannten Westens erleben seit Jahrzehnten einen grundlegenden demografischen Wandel. Die Zahl der Geburten geht zurück, gleichzeitig leben die Menschen immer länger, das Durchschnittsalter der Bevölkerung steigt. Das Ergebnis: Die Alterspyramide steht auf dem Kopf. Oben breit, unten schmal. Allein dieses Bild will einem schon sagen: wackelige Konstruktion. So sollte keine stabile Pyramide aussehen. Die alternde Gesellschaft lässt überall die Alarmglocken schrillen. Auch in Luxemburg. Denn an sie knüpft sich eine soziale Frage: Wie sollen die wenigen Jungen in Zukunft für die vielen Alten sorgen? Und wer soll die Rente bezahlen?

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