Schusswaffen
Strenge Regeln statt Geballer: Über den Besitz und Gebrauch von Pistolen und Gewehren in Luxemburg
Seit dem Amoklauf an einer Schule in Österreich wird auch in anderen Ländern Europas über Waffengesetze diskutiert. Das luxemburgische gehört zu den strengsten in Europa und ist seit der Gesetzesreform vor drei Jahren noch restriktiver. Ein Restrisiko besteht jedoch immer.
Heiße Eisen: Die Essener Polizei hat bei einer Razzia gegen mutmaßliche illegale Waffenhändler zahlreiche Waffen beschlagnahmt. Die offizielle Branche der Händler ist hingegen um Seriosität bemüht. Foto: Polizei Essen/dpa
Historische Büchsen und moderne Standardgewehre der unterschiedlichen Preisklassen, verschiedene Pistolen und dazu eine große Fülle an Zubehör für Jäger und Sportschützen – wer das Geschäft von Raymond* betritt, wird professionell beraten und bekommt schnell den Eindruck, wie sehr die hiesige Branche der Waffenhändler auf Seriosität achtet. Nachdem vergangene Woche ein 21-jähriger Österreicher in Graz neun Jugendliche und eine Lehrerin sowie sich selbst erschossen hat, ist das Thema Waffengebrauch europaweit wieder in aller Munde – ähnlich wie nach früheren Amokläufen etwa in Erfurt (2002) oder Winnenden (2009).