Bericht

Statistik-Panne des Ministeriums: In Luxemburg gibt es bis jetzt nicht 6.900, sondern nur 5.600 Geimpfte

Das Gesundheitsministerium in Luxemburg hat seit Beginn der Pandemie immer mal wieder damit zu kämpfen, dass seine Statistiken falsch ausgelegt werden. So wurden bis zum 21. Januar statt 6.900 nur 5.600 Menschen geimpft. 

Zuerst war Journalisten von RTL aufgefallen, dass die offiziellen Angaben des Ministeriums irreführend sind

Zuerst war Journalisten von RTL aufgefallen, dass die offiziellen Angaben des Ministeriums irreführend sind Foto: Editpress/Julien Garroy

Seit dem Beginn der Impfkampagne führt das Gesundheitsministerium in dem täglichen Bericht über die Fallzahlen in Luxemburg auch die offiziell verabreichten Dosen auf. Doch die Darstellung und die Beschriftung in der entsprechenden Tabelle in Berichten seit dem 19. Januar sorgte für Verwirrung. 

Statisik der in Luxemburg bis zum 18. Januar verabreichten Impfdosen

Statisik der in Luxemburg bis zum 18. Januar verabreichten Impfdosen Statistik: ministère de Santé/Rapport journalier 19.01.21

Während bei den täglichen Impfungen die Unterscheidung zwischen Impfdosis 1 und Impfdosis 2 gemacht wird, fließen im Total alle für eine Impfung vorstellig werdenden Personen ein – egal welche Impfdosis verabreicht wurde. Das Total entspricht also den verabreichten Impfdosen und spiegelt nicht die Gesamtzahl der Geimpften in Luxemburg wider, da die Covid-19-Impfung zweimal verabreicht werden muss. Statt 6.900 Personen wurden bis zum 21. Januar nur 5.600 Menschen geimpft. 

RTL deckte das Missverständnis am Dienstagmorgen auf und spricht von einem Fehler der Regierung. Das Gesundheitsministerium wehrt sich gegen die Darstellung. „Uns ist kein Fehler unterlaufen. Wir haben von Anfang an die Zahl der verabreichten Impfdosen aufgelistet. Darauf haben wir in unserem Presseschreiben hingewiesen.“

In Zukunft wolle man aber das Total der Personen, die die erste Impfdosis erhalten, und die Gesamtzahl derjenigen, die „durchgeimpft“ wurden, also beide Dosen erhalten haben, separat aufführen. So sollen weitere Missverständnisse vermieden werden. 

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