Inflation
Statec-Prognose: Nächste Indextranche fällt noch in diesem Jahr
SymbolfotoJan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa
Die Luxemburger Statistikbehörde hat am Mittwoch eine Inflationsprognose veröffentlicht – und die letzte Prognose aus dem Mai nach oben korrigiert. Damals wurde eine weitere Indextranche frühstens für Anfang 2023 erwartet. Laut den neuesten Zahlen könnte aber noch in diesem Jahr eine weitere Tranche fallen: „Aus den Berechnungen geht hervor, dass eine nächste Indextranche im vierten Quartal 2022 ausgelöst würde“ schreibt die Behörde in einer Pressemitteilung am Mittwochmittag.
Die Inflation soll 2022 auf insgesamt 6,6 Prozent steigen, 2023 könnte sie bei 5,3 Prozent liegen – „falls der Krieg in der Ukraine weiter anhält“. Wegen des Kriegs in der Ukraine waren die Energiepreise in Europa drastisch gestiegen. Bereits im April fiel eine Indextranche, eine weitere wurde im Monat Juli fällig. Diese wurde durch ein Tripartite-Abkommen, das Ende März vereinbart wurde, verschoben.
Falls sich eine weitere Tranche andeutet, soll die Tripartite wieder zusammentreten. „In der Vereinbarung zwischen der Regierung und dem Verband luxemburgischer Unternehmen sowie den Gewerkschaftsorganisationen LCGB und CGFP vom 31. März 2022 heißt es, dass sich die Regierung verpflichtet, eine weitere Sitzung des Tripartite-Koordinierungsausschusses einzuberufen, falls sich die wirtschaftliche und soziale Lage im Laufe des Jahres 2023 verschlechtern sollte oder eine weitere Indextranche im Jahr 2023 ausgelöst wird“, schreibt Statec in seiner Mitteilung am Mittwoch.
In diesem Zusammenhang sei Statec beauftragt worden, seine Prognosen zu aktualisieren – bis zur ersten Septemberwoche 2022. Auf dieser Grundlage könnte eine nächste Tripiartite-Sitzung einberufen werden, schreibt Statec.