Suspendierter Chirurg

„Sou ee bekannten Här, da gees de bei deen“ – eine weitere Patientin erzählt ihren Leidensweg

Mehrere Patientinnen erheben schwere Vorwürfe gegen den suspendierten Chirurgen Philippe Wilmes. Ihre Berichte ähneln sich. Zugleich verzeichnet die „Patientevertriedung“ eine auffällige Häufung von Meldungen.

Suspendierter Chirurg im Fokus von politischem Streit und persönlichen Schicksalen, komplexer Fall mit gesellschaftlicher Relevanz

Politikum und persönliche Schicksale: Der Fall um den suspendierten Chirurgen ist mehrschichtig Foto: Editpress-Archiv/Isabella Finzi

Der Fall um den suspendierten Chirurgen Philippe Wilmes entwickelt sich seit der öffentlichen Nennung seines Namens zu einem Politikum. Als ehemaliger Vizepräsident der AMMD und Initiator der „Findel Clinic“ gilt Wilmes als Person des öffentlichen Lebens. Gleichzeitig melden sich nun Patientinnen und Patienten zu Wort, die ihm vorwerfen, falsch oder unnötig operiert worden zu sein.

Am Sonntag wandte sich eine erste Frau an das Tageblatt, am Montag folgte eine weitere. Das Bemerkenswerte an den Aussagen: Sie weisen Gemeinsamkeiten auf. Beide berichten von starkem Zeitdruck und der Aussage, operative Eingriffe müssten umgehend erfolgen. Zudem schildern sie, der Arzt habe sich unmittelbar nach der Narkose an ihrem Krankenbett eingefunden und bereits eine zweite Operation in Aussicht gestellt, während sie noch benommen gewesen seien. Auch die schnelle Analyse von IRM- und Röntgenbildern wird thematisiert. Nach Darstellung der Patientinnen seien Einschätzungen von Assistenzärzten, die keine Operationsnotwendigkeit gesehen hätten, dabei unbeachtet geblieben.

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