Luxchat4Gov

So oft wird der staatliche Messenger-Dienst genutzt – und das sind die Kosten

Der staatliche Messenger-Dienst Luxchat4Gov wurde mehr als 13.000 Mal heruntergeladen. Die Zahl der täglichen aktiven Nutzer liegt hingegen bei etwa 1.000.

So oft wird der staatliche Messenger-Dienst genutzt – und das sind die Kosten

Symbolfoto: Freepik

13.928 Downloads – so oft wurde die Anwendung Luxchat4Gov bereits heruntergeladen, wie die jüngsten Statistiken belegen. Das schreibt die Ministerin für Digitalisierung, Stéphanie Obertin (DP), am Montag in ihrer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage von Ben Polidori (LSAP). Konkret seien 3.669 Downloads über den Google Play Store, 6.422 über den iOS Apple App Store und 3.837 über das CTIE-Softwarezentrum für Windows erfolgt.

Was ist „LuxChat“?

Bei „Luxchat“ handelt es sich um einen „Instant Messenger“, der seit Mai 2023 zunächst nur mit dem Namenszusatz „4Gov“ für Vertreter des öffentlichen Sektors angeboten, später jedoch auch in einer Version für Privatpersonen nutzbar wurde. Die Software verspricht ein strenges Respektieren der Privatsphäre ihrer Nutzer: Personenbezogenen Daten würden nicht weitergegeben, wie das ansonsten oft der Fall ist. 

Laut der Ministerin haben sich bisher mehr als 10.000 Beamte für die Nutzung von Luxchat4Gov registriert. Die Zahl der tatsächlich aktiven Nutzer pro Tag belaufe sich jedoch durchschnittlich auf etwa 1.000 Personen.

Was die Kosten angeht, so lagen die einmaligen Kosten für die Entwicklung und Infrastruktur von Luxchat4Gov bei rund 630.000 Euro. Das bestätigt das Ministerium für Digitalisierung auf Nachfrage vom Tageblatt. Die jährlichen Kosten für die Bereitstellung des Dienstes, den Support und die Wartung würden je nach Nutzerzahl variieren: Bei 10.000 Nutzern wären es 550.000 Euro, bei 40.000 Nutzern bis zu 725.000 Euro. Die Einrichtung der Infrastruktur und die Produktion des an die breite Öffentlichkeit gerichteten Nachrichtendienstes Luxchat „grand public“ würden nicht durch die Regierung erfolgen – der Dienst werde von privaten Anbietern wie LU-CIX GIE betrieben.

Luxchat4Gov wird laut Ministerin Obertin durch Informations- und Promotionskampagnen zunehmend verbreitet. Neben den Bediensteten des Zentralstaats würden nun auch Mitarbeiter im Bildungswesen und im kommunalen Sektor den Dienst nutzen. Jeder Sektor (Polizei, Zentralregierung, Bildung, Gemeinden) sei für die Kommunikation und Werbung für den Dienst bei der Zielgruppe in ihrem Sektor zuständig, da die Spezialserver in deren Verantwortung liegen.

Auch für Grenzgänger sei der von privaten Anbietern betriebene Luxchat-Dienst mittlerweile zugänglich. LU-CIX GIE habe bestätigt, zusammen mit LuxID an einer Lösung für dieses Problem gearbeitet zu haben. Anfangs sei Grenzgängern der Zugriff auf den Messenger-Dienst nämlich nicht möglich gewesen. 

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