Escher Koalition
Schwieriger Spagat: Das sagen die Parteizentralen von CSV, „déi gréng“ und DP
Mit zum Teil bedenklichen Argumenten rechtfertigten sich am Mittwoch die Escher CSV und Grünen für das Festhalten an der Dreierkoalition mit der DP und dem Ersten Schöffen Pim Knaff. Die Parteizentralen berufen sich in der Affäre auf die Autonomie der Lokalsektionen, und machen sich die Sache wenige Tage vor den Europawahlen ein wenig zu leicht. Eine Analyse.
Die Vertreter der Grünen im Escher Gemeinderat: Schöffe Meris Sehovic und Rätin Mandy Ragni Foto: Editpress/Alain Rischard
Am Sonntag stehen die vielleicht wichtigsten Europawahlen aller Zeiten auf dem Programm. Dabei gilt es, die Parteien, die Europa abschaffen wollen, im Zaum zu halten. In anderen Worten einen weiteren Rechtsruck zu verhindern. Deshalb üben die traditionellen Parteien momentan einen Schulterschluss. Der Schulterschluss von Esch zwischen CSV, DP und „déi gréng“ ist da mehr als kontraproduktiv, denn er untergräbt das Vertrauen der Menschen in die Politik. In Esch ging es vor allem um Machterhalt.