Finanzplatz
Sam Tanson wünscht dringende Antwort zu EU-Plänen zum Kapitalmarkt
Die in der EU angestrebte zentralisierte Überwachung der europäischen Kapitalmärkte bei der ESMA in Paris dürfte mit einer dringlichen parlamentarischen Anfrage der Grünen-Fraktionschefin Sam Tanson nun auch zu einem vordringlichen Thema in der Chamber werden.
Luxemburgs Finanzminister Gilles Roth (r.) hat alle Hände voll zu tun, die luxemburgische Position in Brüssel zu verteidigen Foto: Frederic Sierakowski/European Union
Seit mehr als zehn Jahren bereits wird auf EU-Ebene an einem einheitlichen Kapitalmarkt gearbeitet. Das mittlerweile von Kapitalmarktunion in Spar- und Investitionsunion umbenannte Vorhaben löst am luxemburgischen Finanzplatz Sorgen aus. Denn diese Union soll mit einer zentralisierten Überwachung der Kapitalmärkte durch eine einzige europäische Behörde einhergehen. Darauf drängen insbesondere Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Polen und die Niederlande in einem Brief unter anderem an die EU-Kommission, wie das Nachrichtenportal Politico berichtet.
Darauf Bezug nehmend will Sam Tanson nun vom luxemburgischen Finanzminister Gilles Roth (CSV) wissen, welches die Position der Regierung zum Ansinnen der sechs EU-Staaten sei. Zudem fragt sie, ob es noch möglich sei, eine Sperrminorität gegen das Vorhaben der zentralisierten Überwachung im zuständigen EU-Finanzministerium zu organisieren. Und schließlich will die Grünen-Politikerin wissen, welche Position Luxemburg beim bevorstehenden EU-Gipfel in dieser Frage kommende Woche einnehmen werde.