ADR

Richtungsstreit führt zu Unruhen und Austritten

In der ADR gibt es seit einigen Wochen einen Richtungsstreit. Diese interne Auseinandersetzung, die teilweise öffentlich ausgetragen wurde, könnte die ADR weiter an den rechten politischen Rand führen. Mehrere Mitglieder haben der Partei in dieser Woche den Rücken gekehrt. Ehrenpräsident Robert Mehlen hat „keine Lust“, seine Meinung zu äußern, um nicht noch mehr Unruhe zu stiften, plädiert aber dafür, die Flüchtlingsfrage erst einmal aus der Diskussion auszuklammern.

Sylvie Mischel mit dem neuen Hoffnungsträger der ADR, Fred Keup, der sich bislang nicht zum Richtungsstreit geäußert hat.

Sylvie Mischel mit dem neuen Hoffnungsträger der ADR, Fred Keup, der sich bislang nicht zum Richtungsstreit geäußert hat. Foto: Editpress/Claude Lenert

Ausgelöst wurde die Auseinandersetzung über die Richtung der Partei von Sylvie Mischel, Vorsitzende der „ADR-Fraen“ und Lebensgefährtin von Fernand Kartheiser. Anfang Dezember 2019 hatte sie nach einem umstrittenen Facebook-Post über die Asylpolitik der Regierung ihre Ämter niedergelegt. In einer Mitteilung begründete die Partei den Rücktritt damit, dass weder Mischel persönlich noch die ADR als Plattform für niedere Gefühle missbraucht werden könnten.

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