Corona-Pandemie

Research Luxembourg sieht Hinweise auf „Destabilisierung“ der Lage

Im Zusammenhang mit der britischen Virenvariante B.1.1.7 gibt es offenbar neue Erkenntnisse: Die Forschergruppe Research Luxembourg geht davon aus, dass die Infektiösität geringer sein könnte als zuerst befürchtet. Dennoch warnen die Wissenschaftler in ihrer neuesten Projektion vor einem Wiederaufflammen der Pandemie. 

Eine Labormitarbeiterin im April am Nationalen Gesundheitslabor in Düdelingen

Eine Labormitarbeiterin im April am Nationalen Gesundheitslabor in Düdelingen Archivfoto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

„Alles in allem ist der Status der Pandemie kritisch und weist ein großes Risiko für einen Wiederaufschwung auf.“ Das schreiben die Experten der Research-Luxembourg-Forschergruppe in ihrer neuesten Pandemie-Projektion für Luxemburg am vergangenen Freitag. Die Wissenschaftler sagen, die Entwicklung der vergangenen Woche deutet „auf eine Destabilisierung der epidemischen Situation hin“ – und führen für einen potenziellen „Rebound“ der Pandemie einige Belege an: zum Beispiel die Entwicklung des Reproduktionsfaktors. Der kletterte in der vergangenen Woche wieder leicht nach oben. Am Donnerstag lag er bei 1,07, die Woche zuvor waren es 0,92. Das ist ein kleiner, aber feiner Unterschied: Ein Wert über 1 bedeutet steigende Infektionszahlen. Auch der Wochendurchschnitt des Reproduktionsfaktors liegt mit 1,02 leicht über der kritischen Marke. Ein weiterer Punkt ist die Positivrate – also der Anteil der Tests mit einem positiven Ergebnis. Die lag im letzten Bericht noch bei zwei Prozent. Jetzt sind es drei Prozent.

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