Luxemburg und Belgien
Regierungstreffen: Die endlose Geschichte der Bummel-Bahn nach Brüssel
Zehn Tage mehr Homeoffice als bisher für Grenzgänger aus Belgien, Erhöhung der Finanztransfers in Richtung Königreich und die vage Ankündigung, dass Luxemburg und Belgien alles daransetzen wollen, um die Zugverbindung zwischen Luxemburg und Brüssel endlich zu verbessern. Das sind die Hauptpunkte, die Belgiens Premierminister Alexander De Croo und Xavier Bettel am Dienstag auf Kirchberg beim traditionellen „Gaichel“-Treffen der Regierungen beider Länder bekannt gaben.
Zwei Regierungschefs, die scheinbar gut miteinander können. Ob Xavier Bettel und sein belgischer Amtskollege Alexander De Croo die schnelle und moderne Zugverbindung zwischen Luxemburg und Brüssel endlich auf die Schiene bekommen, bleibt abzuwarten. Foto: Editpress/Didier Sylvestre
Belgien und Luxemburg haben viele Berührungspunkte. „Gaichel“ ist einer davon. Der „Lieu-dit“ gehört zur Gemeinde Habscht und liegt im belgisch-luxemburgischen Grenzgebiet. Zufällig gibt’s da auch ein ziemlich gutes Restaurant. Dort haben sich im April 2004 Minister der königlichen und der großherzoglichen Regierungen zum ersten Mal im großen Rahmen getroffen, um die politische Zusammenarbeit in der belgisch-luxemburgischen Wirtschaftsunion (UEBL) zu vertiefen. Diese Wirtschaftsunion ist übrigens vor 100 Jahren ins Leben gerufen worden. Ein Jahr später, 1922, trat sie in Kraft.