Statec

Regierung unter Druck: Sozialbarometer zeigt hohe Armutsgefährdung für Luxemburg

Jeder fünfte Einwohner Luxemburgs ist von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Das geht aus dem neuesten Statec-Bericht „Travail et cohésion sociale“ hervor. Der Nationale Aktionsplan der Regierung gegen die Armut lässt derzeit noch auf sich warten.

Statec-Direktor Tom Haas (r.) hat mit Guillaume Osier (l.) und Jérôme Hury (M.) Luxemburgs Sozialbarometer vorgestellt

Statec-Direktor Tom Haas (r.) hat mit Guillaume Osier (l.) und Jérôme Hury (M.) Luxemburgs Sozialbarometer vorgestellt Foto: Editpress/Alain Rischard

20 Prozent von Luxemburgs Einwohnern – insgesamt 130.000 – waren 2024 von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen. Das hat das nationale Statistikamt Statec auf einer Pressekonferenz am Mittwoch bei der Vorstellung seines alljährlichen Berichtes „Travail et cohésion sociale“ bekannt gegeben. Ein Bericht, den sich Familienminister Max Hahn (DP) etwas genauer anschauen dürfte. Denn damit steht fest: Zwei Jahre, nachdem Premierminister Luc Frieden (CSV), damals noch als Formateur, den Kampf gegen die Armut zur Priorität der CSV-DP-Regierung auserkoren hat, hat sich im Wesentlichen nur wenig verändert. Die Erwartungen an den Aktionsplan zur Bekämpfung der Armut, der im Dezember von Hahn vorgelegt werden soll, werden nicht kleiner.

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