Ministerin äußert sich
Reform des Medizinisches-Cannabis-Programms: Luxemburg setzt auf Öl statt Blüten
Luxemburgs Gesundheitsministerin Martine Deprez hat umfassende Änderungen des Programms für medizinisches Cannabis angekündigt, die ab Januar 2025 gelten. Geplant sind der schrittweise Verzicht auf THC-reiche Blüten zugunsten von Öl-Extrakten sowie eine Bedarfsermittlung. Während die Ministerin auf wissenschaftliche Grundlagen verweist, kritisiert die LSAP mögliche Nachteile für die Patienten.
Cannabisblüten zur medizinischen Behandlung Foto: Swen Pförtner/dpa
Gesundheitsministerin Martine Deprez (CSV) hat in der öffentlichen Sitzung der Abgeordnetenkammer am 13. November umfassende Änderungen im Luxemburger Programm für medizinisches Cannabis angekündigt, die ab dem 1. Januar 2025 umgesetzt werden sollen. Hierzu gehören die schrittweise Einstellung der Verwendung THC-reicher Cannabisblüten sowie die Reduzierung der maximal verfügbaren Menge auf 60 Gramm pro 28 Tage. Gleichzeitig soll eine Bedarfsermittlung durchgeführt werden, um die zukünftige Gestaltung des Programms zu unterstützen. Die Ankündigung wirft jedoch Fragen zur praktischen Umsetzung auf, insbesondere hinsichtlich der Vorbereitung und der Konsequenzen für die betroffenen Patientinnen und Patienten, finden die LSAP-Abgeordneten Paulette Lenert und Georges Engel.