Legalisierung light
Reaktionen zum geplanten Cannabis-Anbau in Luxemburg: „Kann noch Jahre dauern“
Luxemburg will medizinisches Cannabis selbst produzieren – mit dieser Ankündigung hat Gesundheitsministerin Paulette Lenert am Wochenende überrascht. Wie genau das geschehen soll, schaut sich die Ministerin gerade in Portugal an. In Luxemburg warten CBD-Bauern und Apothekerverband derweil auf weitere Details.
Luxemburg will medizinisches Cannabis zukünftig selbst produzieren Symbolfoto: dpa/Hendrik Schmidt
Medizinisches Cannabis in Eigenproduktion – das Ziel hat Gesundheitsministerin Paulette Lenert auf ihrer Arbeitsvisite in Portugal bekannt gegeben. Die LSAP-Politikerin ist nach Lissabon geflogen, um sich unter anderem mit ihrer portugiesischen Amtskollegin Marta Temido über die Drogenpolitik Portugals auszutauschen. Das Tageblatt begleitet Lenert im Rahmen einer Pressedelegation: Am Sonntagabend kam dann leicht überraschend die Ankündigung der Produktion von Cannabis zu therapeutischen Zwecken auf nationalem Territorium. Medizinisches Cannabis ist in Luxemburg bereits legal. Laut Paulette Lenert kommt es immer wieder zu Engpässen bei der Versorgung von Patienten in Luxemburg. Weitere Details sind bis jetzt noch nicht bekannt. Betroffene Akteure wie der Apothekerverband und in Luxemburg ansässige CBD-Bauern tappen wohl noch im Dunkeln, wie ihre Reaktionen zeigen. Trotzdem sind sie sehr aufgeschlossen – und bieten dem Gesundheitsministerium ihre Hilfe an.