Nationale Resilienzstrategie

RESC-LU, Anleitung für Bürger, Resilienzbonus für Gemeinden: Regierung treibt Vorbereitungen für Ernstfall voran

Wirtschaftskrisen, Überschwemmungen und Cyberattacken fürchten die Luxemburger am meisten. Das geht aus einer im Rahmen der nationalen Resilienzstrategie durchgeführten Umfrage hervor. Die Regierung will „Land a Leit“ auf den Ernstfall vorbereiten.

Regierungsvertreter Gloden, Frieden und Backes diskutieren Prävention und Resilienz zur Vorbereitung auf den Ernstfall.

Zur Resilienz gehöre auch die Prävention, um auf den Ernstfall vorbereitet zu sein, meinten die Regierungsvertreter Gloden, Frieden und Backes Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

Unter dem Eindruck der rezenten Hitzewelle hat Premierminister Luc Frieden in Begleitung von Innenminister Léon Gloden (beide CSV), Verteidigungsministerin Yuriko Backes (DP) und dem „Haut-Commissaire à la protection nationale“, Guy Bley, eine Studie vorgestellt, die die Wahrnehmung von Risiken und Bedrohungen für Luxemburg untersucht hat. Das Umfrageinstitut Ilres hat dafür mehr als 1.500 Einwohner zu den für sie akutesten Gefahren befragt. Cyberattacken, Überschwemmungen, extreme Wetterereignisse und Wirtschaftskrisen gehören zu den Ereignissen, die am wahrscheinlichsten auftreten könnten. Wirtschaftskrisen, nukleare Unfälle und Cyberbedrohungen gelten als besonders impaktvoll, während sich die Mehrheit vorwiegend Wirtschaftskrisen, Cyberattacken und Versorgungsengpässen besonders ausgesetzt sieht.

„Es liegt nun am Staat, die systemischen Risiken zu analysieren“, sagte Premier Frieden bei der Vorstellung am Mittwoch. Für September will die Regierung auf Basis der Umfrage, laut der sich die meisten im Krisenfall gut informiert, jedoch schlecht vorbereitet fühlen, einen Guide „Lëtz prepare“ herausgeben. Dieser soll für den Ernstfall als Anleitung dienen. „Resilienz ist nicht nur die Aufgabe des Staates, sondern die eines jeden Einzelnen“, so Frieden. Unter anderem sollten die Bürger 72 Stunden autark leben können. Dafür benötige es also genügend „Raviolisbéchsen“ und batteriebetriebene Taschenlampen, zählt Innenminister Gloden auf.

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