Caritas-Spezialkommission
PwC hat wohl aktivere Rolle gespielt als behauptet – Gegen HUT laufen acht Klagen
Der Sozialkonflikt zwischen der Caritas-Nachfolgeorganisation „Hëllef um Terrain“ (HUT) und dem OGBL geht weiter. Während HUT bald Sozialwahlen veranstalten will, haben acht Caritas-Beschäftigte und frühere Delegierte Einspruch vor dem Arbeitsgericht eingelegt, um eine Unternehmensübertragung einzuklagen. Indes wird immer deutlicher, dass PwC beim Übergang von Caritas zu HUT weit mehr als eine einfache Beraterrolle eingenommen hat.
Der Caritas-Skandal und der Übergang in die Nachfolgeorganisation HUT beschäftigen weiterhin die Politik Foto: Editpress/Didier Sylvestre
Hat die Beraterfirma PwC die Mitglieder des parlamentarischen Sonderausschusses Caritas angelogen? Diesen Verdacht äußerten am Montag jedenfalls mehrere Oppositionsabgeordnete nach der Ausschusssitzung mit dem OGBL-Zentralsekretär Smail Suljic und dem Anwalt Marc Feyereisen. Feyereisen vertritt die (früheren) Mitglieder des Caritas-Personalausschusses, die eigentlich auch zu der Sitzung gestern eingeladen waren, sich aus Angst vor Repressionen durch ihren neuen Arbeitgeber, die Caritas-Nachfolgeorganisation Hëllef um Terrain (HUT), aber offenbar nicht trauten, den Abgeordneten zu berichten, wie ihrer Ansicht nach der Übergang von Caritas zu HUT vonstattenging. Laut Smail Suljic haben die Beschäftigten von HUT sich bei der Unterzeichnung ihres Arbeitsvertrags dazu verpflichten müssen, der Öffentlichkeit keine Informationen über die Abwicklung der Caritas und die Gründung von HUT preiszugeben.