Luxemburg
Probleme bei der Briefwahl: „Hatte nicht die Möglichkeit, meine Stimme abzugeben“
In fast 4.000 Fällen wurde bei den Gemeindewahlen im Juni Briefwahl angefragt, ohne dass die Stimmzettel am Ende auch in den Urnen landeten. Ein ähnliches Bild zeichnet sich nach den Chamber-Wahlen ab: Dieses Mal kamen 3.166 Wahlzettel auf dem postalischen Weg nicht zurück. Oder – wie Gespräche mit Betroffenen zeigen – zum Teil gar nicht erst bei den Wahlberechtigten an.
So manche hätten ihre Kreuze in diesem Jahr gerne per Briefwahl gemacht – konnten das am Ende aber nicht Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Mehr als zwei Wochen ist es her, dass Luxemburg sein neues Parlament gewählt hat. Der Luxemburger Tommy wartet in Australien immer noch darauf, dass seine Unterlagen für die Briefwahl ankommen. Seit vier Jahren reist der 33-Jährige durchs Ausland und arbeitet dabei. Da er keine Möglichkeit dazu hatte, für den Urnengang nach Hause zu reisen, hat er online Briefwahl angefragt. „Am 3. August habe ich das für die Parlamentswahlen gemacht. Die Dokumente habe ich immer noch nicht erhalten. Und die hätte ich eigentlich ja noch zurückschicken müssen“, erklärt Tommy bei einem Gespräch am Telefon.