Neujahrsempfang

Presserat fordert bessere Kommunikation – Frieden will mehr „flott Echangen“

Premierminister Luc Frieden hat am Mittwoch zum traditionellen Neujahrsempfang der Luxemburger Journalisten geladen. Nachdem im vergangenen Jahr ein neues Informationszugangsgesetz angekündigt worden war, stand dieses Jahr die stotternde Kommunikation zwischen Politik und Presse im Mittelpunkt.

„Mateneen schwätzen“: Presseratspräsidentin Lynn Warken (r.) plädiert für einen besseren Austausch zwischen Presse und Politik

„Mateneen schwätzen“: Presseratspräsidentin Lynn Warken (r.) plädiert für einen besseren Austausch zwischen Presse und Politik Foto: Editpress/Julien Garroy

Wenn Presse und Politik aufeinandertreffen, steht nur sehr selten der Austausch von Nettigkeiten auf dem Programm. Anders beim Neujahrsempfang der Presse, für den Premierminister Luc Frieden Journalisten und Kommunikationsbeauftragte der Ministerien ins MNAHA geladen hatte. Obwohl: Ganz ohne Kritik kam das traditionelle Treffen dann doch nicht aus. „Das Spannungsverhältnis zwischen Presse und Politik ist keine Schwäche, sondern die Stärke einer funktionierenden Demokratie“, sagt die Präsidentin des Presserates, Lynn Warken, in ihrer Rede auf dem Neujahrsempfang. Die Presse agiere als Kontrollinstanz, die das Handeln der Politik hinterfrage und dazu beitrage, dass die Politik Rechenschaft ablege. „Es braucht Reibung, damit ein Diskurs entsteht.“ So weit zur Theorie. Denn in der Praxis, so Warken, sehen sich die Journalisten einem immer schwierigeren Informationszugang ausgesetzt. „Journalisten werden immer mehr außen vor gelassen, Mitarbeiter der Verwaltungen dazu aufgerufen, nicht mit der Presse zu reden.“

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