Medizinische Versorgung im Osten
„Politischer Druck“: Ministerin Lenert wehrt sich gegen Inbetriebnahme des IRM im „Centre médical Potaschbierg“
Nach langem Hin und Her zwischen dem Gesundheitsministerium und dem „Centre médical Potaschbierg“ scheinen es die Ärzte nun mit der Brechstange zu versuchen: Die Radiologie-Abteilung des Zentrums, ausgestattet mit MRT, Scanner und einem klassischen Röntgen-Apparat, soll heute, am 20. April, ihre Türen öffnen. Das geht aus einer Pressemitteilung der CSV hervor. Für Gesundheitsministerin Paulette Lenert wäre dies ein Fehler. Die Betreiber wollten Fakten schaffen. Dabei stoße sich die Inbetriebnahme – Stand heute – immer noch am Gesetz.
Gehört eine MRT-Maschine nur ins Krankenhaus (wie hier im CHEM) oder auch in die Arztpraxis? Foto: Paul Huybrechts
Dürfen in Luxemburg nur Krankenhäuser Magnetresonanztomographie – im Volksmund auch IRM genannt – anbieten, oder soll auch ein privat betriebenes „Centre médical“ über ein solches MRT-Gerät verfügen? Diese Frage steht im Zentrum des langwierigen Streits zwischen dem Gesundheitsministerium und dem „Centre médical Potaschbierg“.