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Paulette Lenert, ein Porträt der Frau, der viele Luxemburger in der Coronakrise vertrauen
Dieses Porträt von Paulette Lenert haben wir bereits einmal veröffentlicht. Am 30. September vergangenen Jahres war das. Lenert war zu dem Zeitpunkt ein Jahr in der Regierung, als Ministerin für Entwicklungszusammenarbeit. Das Tageblatt hatte sich zu diesem Text entschieden, um ein Licht auf eine Frau zu werfen, die damals für ein Regierungsmitglied eher wenig Aufmerksamkeit bekam. Das hat sich mittlerweile geändert. Anfang Februar übernahm die ehemalige Richterin das Gesundheitsministerium von Etienne Schneider. Das ist keine zwei Monate her. Doch mit der Coronakrise hat sich vieles verändert. Nur Paulette Lenert scheinbar nicht. Auch aus diesem Grund haben wir uns entschieden, unseren Lesern diesen Text ein weiteres Mal anzubieten. Damals lautete der Titel: „So ist das manchmal im Leben.“
Nicht alleine, aber in der ersten Reihe: Gesundheitsministerin Paulette Lenert führt Luxemburg durch die Coronaviruskrise Foto: SIP/Julien Warnand
1. Dezember 2018, ein Samstag. Um zehn Uhr morgens klingelt bei Paulette Lenert das Telefon. Obwohl sie den Anrufer kennt, kann sie sich nicht vorstellen, was jetzt kommt. Am anderen Ende meldet sich Minister Etienne Schneider, zu der Zeit von seiner Partei beauftragt, die LSAP-Regierungsmannschaft zusammenzustellen. Es ist der Moment, in dem das Leben der Frau aus Mondorf, der ehemaligen Richterin, der hohen Staatsbeamtin und Regierungsberaterin, eine neue Wendung nimmt.