CSV-Nationalkomitee

Parteichef Engel will im Oktober nicht die Vertrauensfrage stellen

Frank Engel zieht keine persönlichen Konsequenzen aus der vergangenen Woche und bleibt auch nach dem digitalen Parteikongress im Oktober Präsident der CSV. Seine persönliche Ansicht zur Vermögenssteuer habe er jedoch nicht geändert – in einer Partei sei halt nicht jeder immer der gleichen Meinung, sagte Engel gegenüber Radio 100,7.

Frank Engel

Frank Engel Foto: Editpress-Archiv

Frank Engel bleibt bis auf Weiteres CSV-Parteipräsident – das hat der Politiker am Mittwochmorgen in  Interviews mit Radio 100,7 und RTL erklärt. Die nächsten Monate werden zeigen, ob er als Parteipräsident weiterhin tragbar sei – jedoch werde er im Oktober auf dem digitalen Parteikongress nicht die Vertrauensfrage stellen.

Das CSV-Nationalkomitee war am Dienstagabend in einer dreistündigen Sitzung zusammengekommen, um über rezente Aussagen Engels zu diskutieren, die große Aufregung in der CSV ausgelöst haben. Engel hatte im Online-Magazin Reporter eine stärkere Besteuerung gefordert – eine Aussage, die dem CSV-Wahlkampfprogramm von 2018 widerspricht. Die CSV veröffentlichte am Samstag eine Pressemitteilung, in der sie klarstellte, dass sie weiterhin hinter ihrem Wahlprogramm stehe – und stellte den eigenen Parteipräsidenten damit ins Abseits.

„Ich habe mit dem Nationalkomitee gesprochen und gesagt, dass es mir leidtut“, sagte Engel gegenüber RTL. Persönlich stehe er weiterhin hinter seinen Aussagen – „et huet jo keng Gehierwäsch stattfonnt“. Als Parteipräsident müsse er nicht nur die Richtung vorgeben, sondern habe er auch auf die Position der Partei und der Mitglieder Rücksicht zu nehmen.

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