Kollektivverträge
Opposition sieht einen ersten Etappensieg: „Gesellschaftlicher Widerstand hat sich gelohnt“
Behalten die Gewerkschaften ihr Exklusivrecht, Kollektivverträge auszuhandeln? Jüngsten Äußerungen seitens der Regierungsparteien scheint dem wohl so zu sein. Am Dienstag müssen CSV und DP in der Chamber wohl erneut Farbe bekennen.
Am Dienstag wird sich zeigen, inwiefern DP und CSV ihren öffentlichen Beteuerungen politische Taten folgen lassen Fotos: Editpress/Alain Rischard, Hervé Montaigu
Wer hat was gesagt? Um diese simple Frage ist in den vergangenen Monaten Streit zwischen Arbeitsminister Georges Mischo (CSV) und den Gewerkschaften OGBL und LCGB ausgebrochen. Das, weil Arbeitsminister Mischo den Gewerkschaften keine feste Zusage für deren Exklusivrecht zur Verhandlung von Kollektivverträgen geben wollte. Die Szene, die sich innerhalb des „Comité permanent du travail et de l’emploi“ (CPTE) am 8. Oktober abgespielt haben soll, hat Georges Mischo bei Radio 100,7 mittlerweile als „Missverständnis“ betitelt. Er habe lediglich über den „Plan d’action“ sprechen wollen, während die Gewerkschaften über die Kollektivverträge hätten reden wollen. Man habe den Gewerkschaften nie die Exklusivität zur Verhandlung der Kollektivverträge absprechen wollen, so Mischo.