Luxemburg
OGBL widersetzt sich Eröffnung von Orpea-Seniorenresidenzen
Familienministerin Corinne Cahen hat dem Antrag der Orpea-Gruppe, in Luxemburg Altersheime betreiben zu können, stattgegeben. Der OGBL widersetzt sich jedoch dieser Vorstellung und erinnert an die diversen Missstände, die mit dem Betrieb in Verbindung gebracht werden. Der Ministerin seien dabei allerdings die Hände gebunden.
Die Orpea-Gruppe wird im Ausland unter anderem der Misshandlung älterer Menschen und der Veruntreuung öffentlicher Gelder beschuldigt Foto: AFP/Louic Venance
Die französische Orpea-Gruppe liebäugelt schon lange mit dem Standort Luxemburg zur Errichtung ihrer Altersheime. Am 3. November gab Familienministerin Corinne Cahen (DP) dem Antrag des Unternehmens, das im Ausland unter anderem wegen Misshandlung älterer Menschen, der Veruntreuung öffentlicher Gelder, des Bilanzbetrugs, der Nichtbeachtung von Gewerkschaftsrechten, der Immobilienspekulation und fragwürdiger Personalpraktiken beschuldigt wird, grünes Licht. Der OGBL habe bereits Anfang des Jahres hervorgehoben, dass sich die Skandale um Orpea keineswegs auf Frankreich beschränken, geht aus einer Pressemitteilung der Gewerkschaft vom Donnerstag hervor.