Sozialdialog
Nach acht Stunden Verhandlungen: Dritte Sozialrunde auf September vertagt
Die Regierung, Patronat und Gewerkschaften haben sich am Montag zu einer zweiten Marathonsitzung im Rahmen der Sozialrunde getroffen. Nach acht Stunden gab es keine Einigung – dafür aber das Bekenntnis, im September weiterdiskutieren zu wollen.
Keine Einigung, jedoch Fortschritte: Die Gewerkschaftsvertreter wollte keine weiteren Details nennen Foto: Editpress/Julien Garroy
Die zweite Verhandlungsrunde der „Nicht-Tripartite“ zwischen Regierung und Sozialpartnern ist am Montagabend um 22 Uhr ohne Überstunden, jedoch auch ohne Einigung zu Ende gegangen. „Wir haben gute Fortschritte in den acht Stunden Verhandlungen erzielt“, sagt Premierminister Luc Frieden (CSV) der im Staatsministerium versammelten Presse. Man habe versucht, „Brücken zu bauen“, und schwierige Positionen miteinander zu vereinen, bemüht sich Frieden um die gleiche Rhetorik wie noch vergangene Woche. Am Montag wurde, wie bereits angekündigt, über die Rentenreform, Öffnungszeiten im Handel und Sonntagsarbeit im Handel diskutiert. „Bei den drei Schwerpunkten sind wir vorangekommen“, sagt Premierminister Frieden. Das Glas sei eher „halb voll“ als „halb leer“. Die auf dem Tisch liegenden Vorschläge müssten jetzt durchgerechnet und in den jeweiligen Führungsgremien besprochen werden. „Wir werden uns gleich nach dem Ferienmonat August am 3. September zusammenfinden, um hoffentlich die Verhandlungen mit einer Einigung abzuschließen.“