Restopolis
Mouvéco und Landwirtschaft im Grundsatzstreit um Luxemburgs Lebensmittelstrategie
Streit um die Ausrichtung von Restopolis: Soll Bio Vorrang haben – oder regionale Produkte, auch wenn sie aus konventioneller Produktion sind? Umweltverbände und Landwirtschaft geraten aneinander.
Wohin steuert Luxemburgs Schulkantinenpolitik? Foto: Editpress/Hervé Montaigu
Bio über alles? Diese Philosophie scheint zumindest das „Mouvement écologique“ in Bezug auf Luxemburgs Schulkantinen zu vertreten. Aktuell stammen 71 Prozent der Einkäufe von Restopolis aus lokalen Betrieben, 26 Prozent davon aus lokalem Bio-Anbau. Das Mouvéco fordert laut einem Bericht von RTL vom Donnerstag jedoch, Bio müsse das zentrale Kaufargument sein – auch dann, wenn dies zulasten lokaler Produzenten ginge. Gleichzeitig befürchtet die Vereinigung, dass unter der amtierenden Landwirtschaftsministerin Martine Hansen (CSV) die bisherige Einkaufsstrategie aufgeweicht werden könnte, indem künftig regionale Produkte aus konventionellem Anbau gegenüber importierten Bioprodukten bevorzugt würden. Eine Bio-first-Strategie könne hingegen heimische Betriebe motivieren, auf biologische Produktion umzustellen und so leichter bei Restopolis unterzukommen.